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Famose deutsche Basketballer Generation Schröder "spielt um Medaillen"

Das Beste dürfte erst noch kommen; Dennis Schröder.

Das Beste dürfte erst noch kommen; Dennis Schröder.

(Foto: imago/Camera 4)

Die Enttäuschung rund um das deutsche Nationalteam hält sich nach dem Aus im Viertelfinale der Basketball-EM gegen den Favoriten aus Spanien in überschaubaren Grenzen. Die Perspektiven sind so gut wie lange nicht mehr, auch wenn der Trainer geht.

Stunden nach dem Aus versprengte es die Mannschaft in alle Himmelsrichtungen. Dennis Schröder flog von Istanbul erst einmal zurück nach Deutschland, andere Nationalspieler machten sich nach der anstrengenden EM direkt wieder zu ihren Klubs auf. Gemeinsam hatten die deutschen Basketballer beim Abschied im Teamhotel aber das gute Gefühl und die großen Hoffnungen für die Zukunft. "Diese Generation spielt in den nächsten Jahren um Medaillen", sagte Chris Fleming nach seinem letzten Spiel als Bundestrainer.

Die Viertelfinal-Niederlage gegen Titelverteidiger Spanien (72:84) hatte keinen Einfluss auf die hohe Meinung des Amerikaners von seiner Mannschaft: "Ich wäre nicht stolzer, wenn wir gewonnen hätten." Erstmals seit zehn Jahren wieder unter den besten Acht, Favorit Frankreich im Achtelfinale überrascht und sich teuer gegen die spanische Übermacht verkauft, das Fazit der 40. Europameisterschaft ist durchweg positiv. Und das Beste dürfte erst noch kommen, Flemings designierter Nachfolger Henrik Rödl, bislang sein Assistent, übernimmt ein Team mit Perspektive.

"Ich wäre nicht stolzer, wenn wir gewonnen hätten": Chris Fleming.

"Ich wäre nicht stolzer, wenn wir gewonnen hätten": Chris Fleming.

(Foto: REUTERS)

Mit einem Schnitt von nicht einmal 25 Jahren steht das Gerüst dieser neuen Generation für eine ganze Weile, die Europameisterschaft mit den Spielen in Tel Aviv und Istanbul ist ein Wendepunkt. Nach vielen Enttäuschungen hat die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes wieder in der europäischen Spitze angeklopft, und sie hat nach dem Abschied von Dirk Nowitzki einen neuen Ausnahmespieler und Leader.

"Nicht gut für den Basketball"

"Ich bin stolz auf meine Teamkollegen und den DBB. Push weiter, Deutschland", schrieb Dennis Schröder vor der letzten Nacht in Istanbul bei Instagram. Der NBA-Profi von den Atlanta Hawks hat mit seinen Auftritten auch die letzten Kritiker verstummen lassen, 23,6 Punkte im Schnitt sprechen eine deutliche Sprache. Doch Schröder hat auch abseits des Feldes als echter Teamplayer überzeugt. Der Point Guard hatte in allen sieben Turnierspielen eine dominante Rolle, war nie komplett auszuschalten. 20 Minuten konnten die Franzosen den pfeilschnellen Schröder einbremsen, dann zog er groß auf.

"Er ist ein Topspieler", sagte Fleming und hob die Abgeklärtheit und Geduld seines wichtigsten Akteurs hervor. Dass die Galionsfigur in der neu eingeführten WM-Qualifikation Ende November nicht dabei sein kann, weil in der NBA bereits die Saison läuft, dürfte den deutschen Fans gar nicht schmecken. Auch Fleming gefällt das nicht. "Das ist insgesamt nicht gut für den Basketball. Die Leute wollen die besten Spieler in der Nationalmannschaft sehen. Punkt aus."

Damit muss sich wohl Rödl herumschlagen. Offiziell hat der DBB den Europameister von 1993 noch nicht als Nationalcoach bestätigt, doch es deutet alles darauf hin. "Er ist ein großartiger Trainer", sagte Fleming: "Sie können keinen besseren finden als Henrik." Die Entscheidung muss bald fallen, es bleibt wegen der neuen Länderspiel-Fenster kaum Zeit. "Das werden wir zu gegebener Zeit bekannt geben", sagte DBB-Präsident Ingo Weiss. "Man muss ja auch manchmal jemanden inthronisieren und kann ihn nicht direkt nach dem Spiel auf den Schild heben."

Quelle: n-tv.de , Uli Schember, sid

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