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Biathlon-Königin regiert weiter Dahlmeier holt auch mit der Staffel Gold

Laura Dahlmeier thront bei der Biathlon-WM über allen.

Laura Dahlmeier thront bei der Biathlon-WM über allen.

(Foto: REUTERS)

Nach ihren drei WM-Titeln im Einzel überragt Laura Dahlmeier bei der Biathlon-WM auch im Staffelrennen. Als Schlussläuferin führt sie das deutsche Team in Hochfilzen zum Titel. Für die 23-Jährige ist es bereits die zehnte WM-Medaille in Serie - ein Novum.

Laura Dahlmeier lag entkräftet im Schnee, dann bejubelte sie auf den Schultern der Teamkolleginnen ihr Wintermärchen: Die überragende Biathletin der WM hat die deutsche Frauenstaffel wie vor zwei Jahren zu Gold geführt und mit ihrem vierten Titel in Hochfilzen gleich zwei Rekorde aufgestellt. Gemeinsam mit Vanessa Hinz, Maren Hammerschmidt und Franziska Hildebrand gewann Dahlmeier nach 4x6 Kilometern und neun Nachladern vor der Ukraine und Frankreich.

Als erste Athletin überhaupt holte die 23-jährige Dahlmeier saisonübergreifend zehn WM-Medaillen in Serie. Außerdem überflügelte sie Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner als erfolgreichste Deutsche bei einer WM. Neuner hatte 2011 dreimal Gold und zweimal Silber gewonnen - Dahlmeier hat in Hochfilzen bereits viermal Gold und einmal Silber abgeräumt. Und am Sonntag wartet im Massenstart noch eine weitere Chance auf Edelmetall.

Meiste Medaillen bei einer WM
PlatzAthlet/-inMedaillen
1.Tora Berger (Norwegen), Nove Mesto 20134x Gold, 2x Silber
2.Laura Dahlmeier, Hochfilzen 20174x Gold, 1x Silber
2.Martin Fourcade (Frankreich), Oslo 20164x Gold, 1x Silber
4.Emil Hegle Svendsen (Norwegen), Nove Mesto 20134x Gold, 1x Bronze
5.Ole Einar Björndalen (Norwegen), Hochfilzen 2005 & Pyeongchang 20094x Gold
6.Liv Grete Poiree (Norwegen), Oberhof 20044x Gold

Omen erfüllt sich

Vieles deutete im Vorfeld auf einen deutschen Erfolg hin, schließlich hatte das DSV-Quartett in diesem Winter alle Staffelrennen gewonnen. Die einzige WM in diesem Jahrtausend ohne Medaille war 2013 in Nove Mesto gewesen, als Dahlmeier ihr erstes Weltcup- und WM-Rennen bei den "Großen" überhaupt bestritt. Vier Jahre sind seit diesem Tag vergangen, und Dahlmeier ist mittlerweile die dominierende Person bei den Frauen.

In der Staffel bestritt Dahlmeier als Schlussläuferin zunächst ein einsames Rennen an der Spitze. Knapp zehn Sekunden betrug ihr Vorsprung beim Wechsel und es war klar: Würde sie ihre Normalform erreichen, wäre Gold so gut wie sicher. Doch Dahlmeier benötigte drei Ersatzpatronen und machte es noch einmal spannend. Es sollte dennoch reichen.

Am Ende machte es Dahlmeier noch ein wenig spannend.

Am Ende machte es Dahlmeier noch ein wenig spannend.

(Foto: REUTERS)

Wackelstart wieder ausgebügelt

Startläuferin Hinz hatte zuvor ihren Job mit ein paar Wacklern und Nachladern erledigt. "Ich wollte es zu schnell machen. Wenigstens habe ich aber die Nachlader reingebracht, also passt es schon", sagte die 24-Jährige, die Hammerschmidt mit 10,6 Sekunden Rückstand zur Spitze als Dritte auf die Strecke schickte.

Die 27-Jährige, die nicht zur Bronze-Staffel 2016 gehört hatte, schoss liegend einmal daneben. Trotzdem war der Rückstand auf die führenden Italiener auf 6,0 Sekunden geschmolzen, als Franziska Hildebrand übernahm. Die 29-Jährige, in diesen Tagen die schwächste deutsche Skijägerin, übernahm jedoch überraschend nach nur 1,1 km die Führung. Musste sie dem hohen Anfangstempo Tribut zollen? Nein! Zehn Schüsse und zehn Treffer waren die Folge sowie ein Vorsprung, den Dahlmeier nach Hause brachte.

Quelle: n-tv.de , cwo/sid

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