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Mega-Turnier vor dem Start Boxt Klitschko in der Champions League?

Klitschko (r.) fiebert dem Kampf gegen Joshua (l.) entgegen.

Klitschko (r.) fiebert dem Kampf gegen Joshua (l.) entgegen.

(Foto: imago/Eibner Europa)

Der internationale Boxsport plant die mittelgroße Revolution: Ein neuartiges Turnier mit einem gigantischen Preisgeld bringt künftig die Crème de la Crème des Profiboxens zusammen. Neben Klitschko machen sich auch Deutsche Hoffnungen auf die Teilnahme.

Das internationale Profiboxen geht neue Wege. Ein neuartiges Turnier wurde in New York vorgestellt. Das Konzept ist einfach, die Preisgelder hoch: Die weltweit besten Boxer einer Gewichtsklasse treten gegeneinander an, es winken Preisgelder in Höhe von 50 Millionen Dollar.

"Die World Boxing Super Series werden die Boxwelt verändern", sagte Roberto Dalmiglio, Chef-Manager der veranstaltenden Comosa AG. Das Turnier soll über das gesamte Jahr hochklassiges Boxen anbieten und zum größten Boxturnier weltweit aufsteigen. Pro Jahr treten in zwei Gewichtsklassen die besten acht Boxer im K.o.-Format gegeneinander an. Das Finale soll dann in Mai 2018 steigen.

Die Fights werden weltweit in Top-Arenen veranstaltet. Eine Experten-Jury lädt die Boxer ein, mit den vier großen internationalen Profibox-Verbänden WBA, WBO, WBC und IBF soll es eine enge Kooperation geben. Der Startschuss ist für September vorgesehen.

Deutsche mit Chancen

Damit ist durchaus denkbar, dass auch Wladimir Klitschko in der Champions League des Boxens antritt. Der 40-Jährige will sich am 29. April gegen Anthony Joshua seinen WM-Titel zurückholen: Die Kulisse von 90.000 Zuschauern dürfte einen Vorgeschmack auf das Boxevent geben. Noch stehen die Teilnehmer nicht fest – doch es werden definitiv nur Weltklasse-Boxer aus den Top 15 der Verbände WBA, WBC, IBF und WBO an den Start gehen. Damit können sich auch deutsche Vertreter wie Jürgen Brähmer, Marco Huck, Jack Culcay oder Arthur Abraham Hoffnung auf die Teilnahme machen.

Der Sieger erhält neben dem Preisgeld die Muhammad-Ali-Trophäe, benannt nach dem größten Boxer aller Zeiten. "Wer auch immer die World Boxing Super Series gewinnen wird, verdient es, die Muhammad Ali Trophy zu erhalten", sagte der deutsche Box-Manager Kalle Sauerland. Der bisherige Chef von Sauerland-Boxpromotion hat bei dem neuen Konzept eine zentrale Rolle übernommen und agiert beim Veranstalter als eine Art Sport-Vorstand.

Die Gewichtsklassen und Boxer der Premiere werden im Rahmen einer Draft Gala im Juni bekanntgegeben. Die vier Top-Boxer sind gesetzt, damit die Stars nicht schon im Viertelfinale aufeinandertreffen. Außerdem sollen die vier Elitekämpfer ihren Viertelfinal-Gegner selbst auswählen können.

Quelle: n-tv.de , jgu/sid

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