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Von Concierge bis "Kids Finder" Wie MSC das Kreuzfahrtschiff "smart" macht

MSC führt bald ein smartes Bordkonzept ein.

MSC führt bald ein smartes Bordkonzept ein.

(Foto: imago/suedraumfoto)

Kreuzfahrtunternehmen müssen sich im harten Wettbewerb immer wieder Ideen einfallen lassen, um neue Passagiere zu bekommen. Die Reederei MSC präsentiert für die "Meraviglia" eine Technologie, die die Schiffsreise digitalisieren soll. Was steckt dahinter?

Ob beim Auto oder bei der Haustechnik - die Digitalisierung spielt in allen Lebensbereichen eine zentrale Rolle. Nun soll auch das Kreuzfahrtschiff "smart" werden. Die Reederei MSC hat auf der ITB ein neues Bord-Konzept namens "MSC for me" vorgestellt. Im Vorfeld hatte die Reederei mit der Beratungsgesellschaft Deloitte Digital eine Studie zu Passagierwünschen durchgeführt.

Dahinter steckt die Idee, Passagiere und Crew an Bord miteinander zu vernetzen. Auch die Kommunikation auf Schiffen mit vielen internationen Gästen soll erleichtert werden. Insgesamt soll das Bordleben verbessert werden. Es wird unter anderem Funktionen wie Navigation und Virtual Reality geben. Insgesamt wird das neue Bord-Konzept 130 Funktionen bereitstellen. Es geht sogar so weit, dass Eltern, die ihre Kindern betreuen lassen, jederzeit orten können, wo diese sind. Das gesamte Schiff ist extra für diese Technik konzipiert.

Start im Juni

Das System wird erstmalig im Juni 2017 auf  der "MSC Meraviglia", auf dem ersten Schiff der nächsten Generation, eingeführt. Es wird mit 16.000 Kontaktpunkten und 700 Hot-Spots, 358 interaktiven Bildschirmen sowie 2244 Kabinen mit NFC-Türöffnern ausgestattet sein. Ab November wird das auch auf der "MSC Seaside" weitergeführt. In Zukunft werden alle Funktionen auch bei den zwölf bestehenden Schiffen der MSC Flotte verfügbar sein.

Im Jahr 2016 hatte die Reederei MSC weltweit rund 1,8 Millionen Passagiere. Der Kreuzfahrtmarkt boomt weltweit. Auf der ITB erklärte der Kreuzfahrtverband Clia, dass im vergangenen Jahr mehr als zwei Millionen deutsche Passagiere auf Hochseeschiffen unterwegs waren.

Quelle: n-tv.de , sgu

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