Reise

Entspannung im Ländle Urlaub im "Spätzle-Land"

Ein blaues Wunder? Am Blautopf staunen die Passanten nicht schlecht.

Ein blaues Wunder? Am Blautopf staunen die Passanten nicht schlecht.

(Foto: Schwäbische Alb Tourismus)

Die schwäbische Küche ist bei vielen Deutschen beliebt und bekannt. Trotzdem haben viele noch keinen Urlaub im Schwabenland verbracht. Warum eigentlich nicht?! Weg mit den Klischees - denn rund um Stuttgart gibt es vieles zu entdecken.

Kehrwoche, Spätzle, übertriebene Sparsamkeit - die Liste von teils negativ behafteten Klischees zu schwäbischen Eigenheiten ist lang. Die Liste von tollen Urlaubsorten und -aktivitäten im Schwabenland würde aber sicherlich länger werden, denn sowohl Feinschmecker als auch Naturliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten.

Und auch die Unesco findet: Die Region in Süddeutschland ist weltweit einmalig und muss geschützt werden. Deswegen wurde die Schwäbische Alb im Jahr 2009 offiziell zum Biosphärengebiet ernannt. Auf gut 200 Kilometern erstreckt sich das Mittelgebirge, mit knapp über 1000 Metern ist der Lemberg der höchste Gipfel. Der ist besonders bei Wanderern ein beliebtes Ziel. Bei gutem Wetter hat man dort nämlich eine beeindruckende Sicht auf die Alpen im Süden, den Schwarzwald im Westen und den Stuttgarter Fernsehturm. In puncto Ausblick gibt es auf der Schwabenalb viele Anlaufstellen - zum Beispiel der Roßberg oder die Achalm im Kreis Reutlingen.

Auf der Schwäbischen Alb gibt es viele schöne Wanderwege - wie hier in Metzingen.

Auf der Schwäbischen Alb gibt es viele schöne Wanderwege - wie hier in Metzingen.

(Foto: Schwäbische Alb Tourismus)

Natur, so weit das Auge reicht

Ein fasziniertes "Oh" oder "Ah" ist oft am Blautopf in der Nähe von Ulm zu hören. Grund dafür ist die auffallend blaue Farbe der Wasserquelle, die je nach Lichteinfall stärker oder schwächer zum Vorschein kommt. Ist das Wetter schlecht, kann das Schwabenland auch unterirdisch überzeugen. Über 2000 Höhlen sind den Forschern bisher bekannt.

Die Nebelhöhle bei Schloss Lichtenstein ist beispielsweise für ihre Tropfsteine bekannt. Die Höhle kann das ganze Jahr tagsüber besucht werden. Der Eintritt ist kostenlos. Die benachbarte Bärenhöhle ist vor allem bei Familien beliebt. Deren Besucher bekommen einen Einblick vom Leben der Höhlenmenschen, die dort vor etwa 8000 Jahren gewohnt haben. Der Eintritt kostet zwischen 2,50 und 4,50 Euro.

Auf der Burg Hohenzollern kann man eine herrliche Aussicht genießen.

Auf der Burg Hohenzollern kann man eine herrliche Aussicht genießen.

(Foto: Schwäbische Alb Tourismus)

Wer lieber mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann zwischen unzähligen Routen wählen. Drei davon wurden vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club als Qualitäts-Radroute ausgezeichnet. Auf diesen Strecken sind Radfahrer besonders sicher und ohne Sackgassen unterwegs. Der Schwierigkeitsgrad reicht von leicht bis mittel.

Entspannung auf Schwäbisch

"Schaffe, schaffe, Häusle baue" - die Schwaben arbeiten gern und viel. Sie können aber mindestens genauso gut entspannen. Gleich acht Thermalbäder bieten mit Saunen, Freizeitbädern und Massagen so ziemlich alles, was das Wellness-Herz begehrt. Die Eintrittspreise variieren je nach Größe des Thermalbads. In Beuren oder Bad Urach kostet ein Tagesticket beispielsweise um die 14 Euro.

Entspannung auf Schwäbisch funktioniert aber auch mit dem Gaumen. Wer einmal selbst gemachte Spätzle oder einen guten Zwiebelrostbraten gegessen hat, wird noch lange davon schwärmen. Entsprechende Restaurants und Gaststätten gibt es viele. Tipp: Oft ist das Essen besonders dort gut, wo das Ambiente noch "a bissle ruschdikaler isch". 

Zu guter Letzt darf aber natürlich nicht das berühmte Outlet in Metzingen vergessen werden. Jährlich pilgern über drei Millionen Besucher aus aller Welt in das Shopping-Mekka. Damit das aber nicht in Stress ausartet, sollten die Ferienzeit, Wochenenden und Brückentage gemieden werden. An Wochentagen können Sparfüchse dann aber viele Marken-Schnäppchen ergattern. Typisch schwäbisch eben.

Quelle: n-tv.de

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