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Touristenboom treibt Preise hoch Hotelzimmer in Deutschland werden teurer

Die Preise für Hotelzimmer in Deutschland sind 2016 gestiegen.

Die Preise für Hotelzimmer in Deutschland sind 2016 gestiegen.

(Foto: imago/Lars Berg)

Der deutschen Hotellerie geht es gemessen an den Übernachtungszahlen gut. Die Kunden mussten im vergangenen Jahr allerdings beim durchschnittlichen Zimmerpreis draufzahlen. Im Schnitt waren es 3,5 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr.

Für ein schönes Hotelzimmer müssen Gäste schon mal etwas tiefer in die Tasche greifen: Die Nacht im Hotel ist in Deutschland im vergangenen Jahr teurer geworden. Für ein Zimmer zahlten die Gäste ohne Frühstück und Mehrwertsteuer durchschnittlich 93 Euro und damit 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Hotelverband Deutschland in Berlin mitteilte. Europaweit seien die Preise deutlich geringer gestiegen - nämlich um 0,8 Prozent auf 94 Euro pro Nacht.

Die Auswahl an Hotels in Deutschland wächst trotz Überkapazitäten an einigen Standorten, wie der Verband weiter mitteilte. Für die nächsten drei Jahre seien 571 Neu-, Um- und Ausbauten geplant. Die Zahl der Zimmer würde damit um gut 85.000 steigen. In den knapp 20.600 Hotels und Hotel garnis (Unterbringung ohne Restaurant) gibt es rund 800.000 Zimmer mit 1,47 Millionen Betten.

Weil immer mehr Menschen aus dem In- und Ausland in Deutschland Urlaub und Geschäftsreisen machen, verbuchte die Branche 2016 das siebte Rekordjahr in Folge. Der Umsatz wuchs um 4,1 Prozent auf 25,9 Milliarden Euro. "Die Hotellerie profitiert von der robusten Konjunktur und Konsumfreude im Land sowie vom anhaltenden Boom des Deutschlandtourismus", erklärte Otto Lindner, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Verband will sich vor allem für die Direktbuchung bei den Hotels starkmachen.

Quelle: n-tv.de , sgu/dpa

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