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Günstiger leben Spart man wirklich bei Großpackungen?

Wo lohnt es sich zuzugreifen?

Wo lohnt es sich zuzugreifen?

(Foto: imago/Ikon Images)

Wir kaufen nicht, was wir haben wollen, wir konsumieren, was wir sein möchten, heißt es. Mag sein. Aber bei Waren des täglichen Lebens entscheidet dennoch oft der Preis. Eine Möglichkeit, ihn zu drücken, ist, eine größere Menge zu kaufen - oder?

Die Verbraucherzentrale Hamburg bietet seit Jahren verstimmten Kunden die Möglichkeit, sogenannte "Mogelpackungen" öffentlich zu machen und auch die größte versteckte Preiserhöhung - und die damit verbundene Täuschung durch den Hersteller - zu küren. Denn bei Mogelpackungen schrumpft der Inhalt einer Verpackung, während der Preis des Produkts meist unverändert bleibt.

Um solcherlei Tricksereien zu umgehen und in der Annahme, damit Geld zu sparen, greifen viele Kunden bei Waren des täglichen Bedarfs gerne zur Großpackung. Ob die Waren dadurch tatsächlich preiswerter werden als im Vergleich zur Kleinpackung, hat das Verbraucherportal "vergleich.org" untersucht. Dazu wurden 185 Waren unterschiedlichster Produktgruppen wie beispielsweise Alkohol, Babybedarf, Drogerieartikel, Kaffee und Tee, Konserven und Fertiggerichte, Süßwaren, Tiefkühlprodukte und Tiernahrung unter die Lupe genommen. Hierzu wurden zwei Warenkörbe erstellt, die mit Produkten von Rewe, Real, Edeka, Kaufland, DM und Rossmann bestückt wurden.

Das Ergebnis der Tester:

  • Wer Großpackungen der gleichen Menge Kleinpackungen vorzieht, spart in 83,8 Prozent der Käufe.
  • Bei 15,1 Prozent der Fälle ist es die falsche Entscheidung, zur Großpackung zu greifen, in 1,1 Prozent der Fälle ist es egal.
  • Wer beim Einkauf konsequent Großpackungen wählt, zahlt langfristig 15,2 Prozent weniger als Kleinpackungskäufer.
  • Ob sich die Großpackung lohnt, ist abhängig von der Produktkategorie: Während man bei alkoholfreien Getränken beim Kauf der Großpackung durchschnittlich über 44 Prozent spart, kostet der durchschnittliche Schluck aus der großen Alkoholflasche sogar mehr (4,56 Prozent).
  • Bei lange haltbaren Produkten wie Konserven, Gewürzen und Fertiggerichten sind Großpackungen zu empfehlen - hier liegt die Ersparnis im Schnitt bei circa 25 Prozent. 

Fazit: Wer konsequent zu Großpackungen greift, spart vor allem bei bestimmten Warengruppen Geld. Ungeachtet dessen verlangt die Preisangabenverordnung, dass nicht nur der Endpreis, sondern auch der umgerechnete Preis je Mengeneinheit (Grundpreis) in unmittelbarer Nähe des Endpreises anzugeben ist. Dies gibt Kunden die Möglichkeit, Waren schnell miteinander zu vergleichen und mögliche Mogelpackungen zu entlarven. 

Quelle: n-tv.de , awi

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