Ratgeber

Der Kunde als "Täter" Das ist im Supermarkt nicht erlaubt

Wer meint, schon vor dem Bezahlen mit dem Verzehr der Bonbons beginnen zu können, begeht streng genommen Ladendiebstahl. Doch auch viele andere vermeintliche Selbstverständlichkeiten beim Einkaufen sind eigentlich nicht rechtmäßig.

Der Kunde ist König? Unbedingt. Und dennoch gelten auch für so geadelte Verbraucher beim Einkauf im Supermarkt Regeln. Ansonsten wird der König schnell zum Täter. Auch wenn viele nachfolgenden Verhaltensweisen als normal gelten und oftmals von den Händlern toleriert werden, sind sie eigentlich nicht zulässig. Stiftung Warentest hat die gängigsten Vergehen aufgelistet.

Vorsicht: Für Kunden gibt es beim Einkaufen einiges zu beachten.

Vorsicht: Für Kunden gibt es beim Einkaufen einiges zu beachten.

(Foto: picture alliance / dpa)

Bezahlen

Mehr als 50 Münzen muss das Kassenpersonal beim Bezahlen eines Einkaufs nicht annehmen. Und auch nicht jeden Geldschein. Cent-Beträge mit einem 100-Euro-Schein zu begleichen ist also keine gute Idee.

Bruchware

Kunden müssen alle Schäden ersetzen, die sie im Supermarkt verschulden. Auch wenn bei kleineren Schäden meist ein Auge zugedrückt wird. Wer jedoch ein teures Produkt beschädigt, muss zahlen. Gut, dass in aller Regel die Haftpflichtversicherung einspringt.

Einkaufswagen

Wagen und Körbe sind Eigentum des Supermarktes. Wer meint, damit seinen Einkauf nach Hause karren zu können, irrt. Denn sie dürfen nicht außer­halb des Geländes verwendet werden.

Großeinkauf

Auch wenn Kunden mit viel Platz daheim meinen, sich mit dem Sonderangebot unbegrenzt eindecken zu können – dem ist nicht so. Denn in der Regel dürfen im Supermarkt nur "haus­halts­übliche Mengen" eingekauft werden. Gerade von besonders begehrten Waren sollen so viele Kunden wie möglich profitieren.

Naschen

Bevor die Ware nicht bezahlt ist, gehört sie noch dem Ladenbesitzer. Wer schon während des Einkaufs mit dem Verzehr beginnt, begeht streng genommen Ladendiebstahl.

Probieren

Ob Kirsche, Erdbeere oder Weintraube: Insbesondere beim Einkauf von Obst wird gerne mal eine Frucht probiert. Auch das ist nicht erlaubt und eigentlich Diebstahl. Vorsichtiges Betasten, um den Reifegrad zu überprüfen, geht hingegen in Ordnung.

Umtausch

Hat die erworbene Ware keinen Mangel, gibt es für ein fälschlich gekauftes Produkt kein Recht auf Umtausch. Wer also statt einer Zucchini (oder richtiger eines Zucchino) eine Gurke erwischt, hat Pech gehabt.

Verpackung

Wer aus Produkttestzwecken eine Verpackung öffnet, muss dem Händler den entstandenen Schaden ersetzen oder sogar die Ware bezahlen. Letzteres gilt zumeist bei Lebensmitteln, da die Ware geöffnet nicht mehr verkauft werden kann. Eine Ausnahme stellen die Kartons von Eiern oder Aktions­ware dar. Diese dürfen geöffnet werden. Allerdings nur, wenn weder Inhalt noch Verpackung zu Schaden kommen.

Privathaftpflichtversicherungen im Vergleich

Quelle: n-tv.de , awi

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