Politik

Luftangriffe auf Al-Rakka Russland hat Hinweise auf al-Bagdadi-Tötung

(Foto: picture alliance / dpa)

Schon mehrmals wurde sein Tod vermeldet: Nun geht Russland Informationen nach, denen zufolge IS-Chef al-Bagdadi Ende Mai bei einem Luftschlag getötet worden sein soll.

Der Anführer der IS-Terrormiliz Abu Bakr al-Bagdadi könnte nach Angaben Russlands getötet worden sein. Das russische Verteidigungsministerium prüfe Berichte, wonach er bei einem russischen Luftangriff in der Nähe der syrischen Stadt Al-Rakka Ende Mai ums Leben gekommen sein könnte, meldete die Agentur Tass in Moskau.

Der Luftschlag habe sich demnach am 28. Mai ereignet. Ziel sei ein IS-Führungstreffen gewesen, bei dem über Fluchtrouten für Kämpfer aus der Stadt beraten worden sein soll. Informationen aus mehreren Quellen zufolge habe an der Zusammenkunft auch al-Bagdadi teilgenommen, heißt es weiter. Der Luftschlag sei von Kampfflugzeugen vom Typ Su 34 und Su 35 erfolgt. Mehr als 300 Personen sollen an dem Treffen teilgenommen haben.

Nur selten tritt der IS-Chef in der Öffentlichkeit auf. Lange war unklar, wie Al-Bagdadi aussieht, bis er überraschend wenige Tage nach Ausrufung des Kalifats Ende Juni 2014 in einer Moschee im nordirakischen Mossul auftauchte und die Freitagspredigt hielt. Immer wieder gab es Gerüchte, er sei bei Angriffen verletzt oder sogar getötet worden. Diese stellten sich später als falsch heraus.

Al-Bagdadi wurde 1971 in der irakischen Stadt Samarra geboren. An der Universität Bagdad machte er einen Abschluss in Islamischen Studien. Nach dem Sturz von Langzeitmachthaber Saddam Hussein im Jahr 2003 saß er eine Zeit lang in einem US-Gefängnis im Irak. Die USA hatten zuletzt im Dezember 2016 ein Kopfgeld in Höhe von 25 Millionen Dollar (22,43 Millionen Euro) auf Al-Bagdadi ausgelobt.

Quelle: n-tv.de , jwu/dpa

Mehr zum Thema