Politik

Ob's den Franzosen interessiert? Pam Anderson mischt sich in Wahlkampf ein

Pamela Anderson hat im französischen Wahlkampf einen klaren Favoriten.

Pamela Anderson hat im französischen Wahlkampf einen klaren Favoriten.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Die Schauspielerin Pamela Anderson hat eine Bitte an das französische Volk. Die einstige Baywatch-Ikone wünscht sich dringend die Wahl von Jean-Luc Mélenchon zum neuen Staatspräsidenten. Der Kandidat ist, nunja, gerührt.

Pamela Anderson mischt sich drei Tage vor dem Urnengang völlig überraschend in den französischen Wahlkampf ein - wenn auch nur indirekt. Die Schauspielerin rief auf ihrer Homepage dazu auf, den Linken Jean-Luc Mélenchon zum neuen Staatschef zu wählen. "Mr Melenchon for President! S'il vous plait" (Herr Mélenchon als Präsident! Bitte) heißt es dort.

Ihren Appell begründet Anderson unter anderem mit Mélenchons Engagement für den Tierschutz. Zudem habe sich der 65-Jährige dem Kampf gegen den Klimawandel verschrieben. Er glaube an die "Gerechtigkeit für alle". Und außerdem habe er versprochen, Wikileaks-Gründer Julian Assange in Frankreich aufzunehmen. Dies habe auch Marine Le Pen zugesagt, so Pamela Anderson. Auch die Rechtspopulistin gehört offenbar zu den Favoriten der Schauspielerin.

In den sozialen Netzwerken sorgte die unverhoffte Werbung für Spott. "Jean-Luc, ich komme", überschrieb eine Nutzerin ein Bild von Anderson, die in ihrem berühmten roten "Baywatch"-Badeanzug über den Strand läuft. Mélenchon selbst reagierte auf Twitter mit einem knappen "Merci / Thanks" an Andersons Stiftung, die sich für den Tier- und Umweltschutz einsetzt.

Der Gründer der Linkspartei hatte in den vergangenen Wochen in Umfragen zugelegt. Er kommt auf 18 bis 19 Prozent und liegt nicht weit hinter dem favorisierten Mitte-Kandidaten Emmanuel Macron und der Rechtspopulistin Marine Le Pen. Mélenchon wirbt unter anderem für ein milliardenschweres Investitionsprogramm. Zudem will er Frankreich aus der Nato führen und die EU-Verträge neu verhandeln.

Am Abend treffen alle elf Bewerber zum letzten Mal in einer Fernsehsendung aufeinander. Allerdings gibt es keine echte Debatte, sondern Journalisten des Senders France 2 führen nacheinander Einzelinterviews mit den Politikern. Jeder Kandidat hat 15 Minuten Zeit, um sein Programm vorzustellen. Die ursprünglich geplante Debatte war geplatzt, da mehrere Kandidaten Bedenken gegen einen direkten Schlagabtausch so kurz vor dem ersten Wahlgang am Sonntag angemeldet hatten.

Quelle: n-tv.de , tno/dpa/AFP

Mehr zum Thema