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RTL/n-tv-Trendbarometer Neuwahlen wären auch keine Lösung

Bundeskanzlerin Merkel, Grünen-Fraktionschefin Göring-Eckardt, FDP-Chef Lindner und der CSU-Vorsitzende Seehofer auf dem Weg zu einer weiteren Verhandlungsrunde.

Bundeskanzlerin Merkel, Grünen-Fraktionschefin Göring-Eckardt, FDP-Chef Lindner und der CSU-Vorsitzende Seehofer auf dem Weg zu einer weiteren Verhandlungsrunde.

(Foto: dpa)

In dieser Woche soll sich entscheiden, ob die Jamaika-Parteien ihre Differenzen ausräumen können. Das aktuelle RTL/n-tv-Trendbarometer zeigt: Neuwahlen würden voraussichtlich gar nichts ändern.

Die politische Stimmung in Deutschland hat sich seit der Bundestagswahl kaum verändert. Das zeigt das aktuelle RTL/n-tv-Trendbarometer, das wöchentlich vom Meinungsforschungsinstitut Forsa erhoben wird. Danach könnte die Union - würde am kommenden Sonntag gewählt werden - mit 32 Prozent der Stimmen rechnen. Auf die FDP entfielen 12, auf die Grünen 10 Prozent.

Im Vergleich zur Vorwoche hat sich lediglich der Wert der Liberalen verändert: Für sie ging es um einen Punkt nach oben. Bei der Bundestagswahl am 24. September hatten CDU und CSU 32,9 Prozent erreicht, die FDP 10,7 und die Grünen 8,9 Prozent. Die SPD kommt in der Umfrage auf 20 Prozent, im Vergleich zur Vorwoche ein Minus von einem Punkt. Die AfD erhält unverändert 12 Prozent, die Linke 9 Prozent.

Einer anderen Umfrage zufolge ist die Zustimmung zu Jamaika drastisch gesunken. Demnach fänden nur noch 45 Prozent der Bürger eine solche Koalition gut. Die Forsa-Erhebung relativiert diesen Befund stark: Union, FDP und Grüne kommen in dieser Umfrage immerhin zusammen auf 54 Prozent. Bei der Bundestagswahl waren auf diese Parteien 52,5 Prozent entfallen.

Am kommenden Donnerstag beziehungsweise in der Nacht zum Freitag wollen die Jamaika-Parteien ihre Sondierungen abschließen. Da die SPD einen Eintritt in eine Große Koalition weiterhin ausschließt, wären im Fall eines Scheiterns der Gespräche Neuwahlen die wahrscheinlichste Lösung. Das RTL/n-tv-Trendbarometer deutet allerdings darauf hin, dass dies keine Lösung wäre: Den Zahlen zufolge wären auch dann lediglich eine schwarz-gelb-grüne Koalition oder eine schwarz-rote Regierung möglich.

In der Frage nach der Kanzlerpräferenz gibt es ebenfalls kaum Veränderung. Bei einer Direktwahl der Regierungschefin oder des Regierungschefs würden 50 Prozent für Bundeskanzlerin Angela Merkel stimmen, zwei Punkte weniger als in der Vorwoche. Für SPD-Chef Martin Schulz würden sich unverändert 22 Prozent der Wähler entscheiden.

Quelle: n-tv.de , hvo

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