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Weltweit Billionen-Schäden Extremwetter setzt Deutschland zu

Extreme Wetterereignisse verursachen weltweit Schäden in Höhe von mehreren Billionen Dollar.

Extreme Wetterereignisse verursachen weltweit Schäden in Höhe von mehreren Billionen Dollar.

(Foto: AP)

Unwetter machen Deutschland immer mehr zu schaffen. Dies geht aus dem Klima-Risiko-Index hervor. Am schlimmsten betroffen sind allerdings arme Inselstaaten. Aber auch die USA gehören zu den Leidtragenden und haben hunderte Todesopfer zu beklagen.

In Deutschland nehmen extreme Wetterereignisse zu. Im vergangenen Jahr rückte die Bundesrepublik auf dem Klima-Risiko-Index der Umweltschutzorganisation Germanwatch vom 64. auf den 42. Platz der am meisten betroffenen Staaten vor. 15 Menschen starben demnach durch Extremwetter wie Stürme und Überschwemmungen, der Schaden betrug fast vier Milliarden Dollar, umgerechnet etwa 3,5 Milliarden Euro. Die Zahlen wurden bei der Weltklimakonferenz in Bonn veröffentlicht.

Am stärksten betroffen von Extremwettern sind jedoch arme Länder. Nur auf das Jahr 2016 bezogen waren demnach Haiti, Simbabwe und Fidschi, das Gastgeberland der diesjährigen UN-Klimakonferenz, die Hauptopfer. Im Zeitraum 1997 bis 2016 waren Honduras, Haiti und Myanmar die am schwersten von Wetterextremen betroffenen Länder. Insgesamt kamen in dem Zeitraum 524.000 Menschen als Folge von mehr als 11.000 Extremwettereignissen ums Leben.

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Unter den 20 meistbetroffenen Ländern der vergangenen 20 Jahre sind allein fünf kleine Inselstaaten. Unter den ersten zehn sind neun Entwicklungsländer mit niedrigem oder unterem mittleren Pro-Kopf-Einkommen und nur eines mit höherem mittleren Einkommen.

Platz 10 belegen die USA. "Sie sind also nicht nur einer der Verursacher des Klimawandels, sondern auch Leidtragender", sagte Vera Künzel, eine der Autorinnen des Berichts. 2016 verzeichneten die USA 267 Todesopfer und 47 Milliarden Dollar Schäden.

Enorme wirtschaftliche Schäden

Die Kosten von extremen Wetterereignissen gehen laut der Studie schon jetzt in die Billionen - und wegen des Klimawandels drohen sie weiter zuzunehmen. Zwischen 1997 und 2016 habe der weltweite wirtschaftliche Schaden durch Wetterextreme wie Stürme und Dürren 3,16 Billionen Dollar betragen, heißt es im Klima-Risiko-Index weiter.

Die Regelungen zum Umgang mit Schäden seien weiterhin unscharf, kritisierte Germanwatch. Zwar solle in Bonn ein neuer Fünfjahresplan des Internationalen Warschau Mechanismus für Schadensregelungen beschlossen werden, doch es bleibe offen, "wie das Thema 'Schäden und Verluste' besser in die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens integriert werden kann". In der Studie stützt sich Germanwatch auf Daten des Versicherungskonzerns Munich Re unter Einbeziehung der Bevölkerungszahlen und Bruttoinlandsprodukte.

Quelle: n-tv.de , ghö/dpa/AFP

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