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Anschlag in Berlin Drei Verdächtige in Istanbul gefasst

Der Zugriff erfolgte am Istanbuler Atatürk Flughafen. (Archivaufnahme)

Der Zugriff erfolgte am Istanbuler Atatürk Flughafen. (Archivaufnahme)

(Foto: imago/Depo Photos)

Anis Amri tötete am 19. Dezember zwölf Menschen in Berlin. Drei Monate später nimmt eine Anti-Terror-Einheit in Istanbul drei Männer in Gewahrsam. Sie sollen den Attentäter gekannt und einen Anschlag geplant haben.

In Istanbul sind nach türkischen Medienberichten im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Berliner

Weihnachtsmarkt vom Dezember drei Verdächtige festgenommen worden. Es handle sich um drei Deutsche mit libanesischen Wurzeln, hieß es in den Medienberichten. Die Anti-Terror-Einheiten der türkischen Polizei erhielten demnach Geheimdienstinformationen, nach denen sich die drei nun festgenommenen Männer in ein europäisches Land begeben wollten - vermutlich, um dort einen Anschlag zu verüben.

Der Zugriff erfolgte den Medienberichten zufolge in der vergangenen Woche am Istanbuler Atatürk-Flughafen. Die drei festgenommenen Männer stehen demnach im Verdacht, mit dem Berliner Attentäter Anis Amri in Kontakt gestanden zu haben.

Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft sagte auf Anfrage, die Festnahmen seien nicht aufgrund von Haftbefehlen aus Karlsruhe erfolgt. Bereits früher hatten die türkischen Behörden in der Küstenstadt Izmir einen Mann wegen mutmaßlicher Verbindungen zu Amri festgenommen. Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu hatte zuvor bereits die Festnahme eines Deutschen mit jordanischen Wurzeln gemeldet, der ebenfalls mit Amri in Verbindung gestanden haben soll. Die Festnahme erfolgte demnach am 11. März in Izmir. Die türkische Tageszeitung Hürriyet zeigte Bilder der festgenommenen Verdächtigen.

Bei dem Anschlag am 19. Dezember wurden an der Berliner Gedächtniskirche zwölf Menschen getötet und mehr als 50 verletzt. Amri selbst wurde später auf der Flucht in Italien von Polizisten erschossen.

Quelle: n-tv.de , dsi/AFP

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