Politik

Flüchtlingsroute Schwarzes Meer 150 Menschen vor Rumäniens Küste gerettet

Grenzpolizisten heben im Hafen von Constanta ein Kind aus dem Flüchtlingsboot.

Grenzpolizisten heben im Hafen von Constanta ein Kind aus dem Flüchtlingsboot.

(Foto: dpa)

Der Druck auf Europas Außengrenzen steigt: Zunehmend versuchen Menschen aus dem Mittleren Osten, die EU über das Schwarze Meer zu erreichen. Für Rumäniens Küstenwache bedeutet das mehr Rettungseinsätze - so wie in der vergangenen, dramatischen Nacht.

Rumäniens Küstenwache hat erneut Flüchtlinge von einem auf dem Schwarzen Meer in Not geratenen Schiff gerettet. An Bord des Fischkutters "Ruya 1", der in der Nacht wegen schlechten Wetters und hohen Wellengangs abgedriftet war, befanden sich mehr als 150 Flüchtlinge, ein Drittel von ihnen Kinder, wie der Grenzschutz in Bukarest berichtete.

Der Kutter wurde mit Hilfe von Schleppschiffen der Küstenwache zum Hafen Constanta gebracht. Als Herkunftsländer hätten die Flüchtlinge den Irak und den Iran angegeben. Seit einiger Zeit kommen immer mehr Flüchtlinge über die Türkei und das Schwarze Meer nach Rumänien. Fünf Tage zuvor waren es mehr als 200 Flüchtlinge in zwei völlig überfüllten Schiffen, von denen eines Notruf-Signale gesendet hatte. Im August und Anfang September brachte die Küstenwache drei Schiffe mit insgesamt 249 Flüchtlingen auf.

Bislang kamen relativ wenige Flüchtlinge nach Rumänien, die meisten von ihnen auf dem Landweg. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres wurden nach Angaben des Grenzschutzes insgesamt rund 2800 illegal eingereiste Personen festgenommen, fünfmal mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Quelle: n-tv.de , shu/dpa

Mehr zum Thema