Panorama

Auf Zug geklettert Zwei Teenager von Stromschlag getroffen

Auf Züge zu klettern ist leichtsinnig, denn es ist lebensgefährlich. Schon allein in der Nähe der Oberleitung kann es zu einem Stromunfall kommen. Das ist jetzt zwei Jugendlichen in Thüringen passiert.

Beim Klettern auf einen stehenden Zug haben zwei Jugendliche in Thüringen einen Stromschlag bekommen. Wie die Bundespolizei mitteilte, bestiegen die 16 und 17 Jahre alten Jungen am Samstagabend in Gerstungen einen im Bahnhof abgestellten Güterzug - offensichtlich, um Fotos zu machen.

(Foto: imago stock&people)

Einer der beiden sei dabei wohl an die Oberleitung gekommen und der Strom auch auf den anderen übergesprungen. Der 16-Jährige erlitt schwere, der 17-Jährige leichte Verletzungen. Sie wurden in ein Fachkrankenhaus nach Kassel gebracht.

Das leichtsinnige Klettern auf Züge zieht immer wieder schwere Unfälle nach sich, die mitunter tödlich enden. So wurde erst vor einer Woche ein junges Pärchen auf einem Güterwaggon in Köln bei einer solchen Klettertour durch einen Stromschlag verletzt. Ebenfalls in Köln war ein 17-Jähriger im April auf einen stehenden Güterzug geklettert. Er erlitt einen Stromschlag und fiel ins Gleisbett, wo er von dem wieder anfahrenden Zug überrollt wurde.

Nach Angaben der Erfurter Bundespolizei herrscht an den Oberleitungen der Bahn eine Spannung von 15.000 Volt. Schon bei einer Annäherung auf 1,5 Meter könne es zu einem meist tödlichen Stromschlag kommen. Wer auf Vorbauten von Brücken, Masten oder Zugwaggons klettere, begebe sich deswegen in Lebensgefahr, warnten die Beamten. Das gelte auch für das Hantieren mit Luftballons, Drachen oder Wasserschläuchen neben oder über Bahnanlagen.

Quelle: n-tv.de , dsi/dpa

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