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Kindsmörder bleibt gefährlich Ulrikes Peiniger bekommt Haftverlängerung

Ulrike wurde nur 12 Jahre alt.

Ulrike wurde nur 12 Jahre alt.

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Im Jahr 2001 schockiert ein Verbrechen die Bundesrepublik: Die 12-jährige Ulrike aus Eberswalde wird brutal vergewaltigt und ermordet. Wenige Tage später wird ihr Mörder gefasst. Nach 15 Jahren will J. nun die Haft verlassen. Doch er kommt nicht frei.

Seit 2001 sitzt Stefan J. wegen Mordes an der 12-jährigen Ulrike im Gefängnis. Das Landgericht Frankfurt/Oder verurteilte ihn seinerzeit zu einer lebenslangen Haftstrafe und stellte zudem eine besondere Schwere der Schuld fest.

Nachdem er 15 Jahre abgesessen hat, hat der verurteilte Mörder nun einen Antrag auf Bewährung gestellt. Damit hätte er am 26. September Freigänger werden können. Doch daraus wird nun nichts. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, entschied die Behörde, dass J. weitere zehn Jahre hinter Gittern verbringen muss.

Der Grund für die Verlängerung der Haft: J. soll sich in der Dusche der Haftanstalt eine Schlägerei mit einem anderen Kindermörder geliefert haben. Außerdem untersuchten die Richter, wie sich die Persönlichkeit des Straftäters in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Am Ende beschlossen die Richter: J. muss eine Freiheitsstrafe von insgesamt mindestens 26 Jahren absitzen. Der Täter legte daraufhin Beschwerde beim Gericht ein. Doch ohne Erfolg. Ulrikes Mörder kann also frühestens 2027 einen neuen Antrag auf Bewährung stellen.

J. hatte das 12-jährige Mädchen aus Eberswalde Anfang 2001 entführt, vergewaltigt und erdrosselt. Zwei Wochen lang hatten 600 Polizisten nach dem verschwundenen Kind gesucht. Schließlich fand ein Spaziergänger Ulrikes Leiche verscharrt in einer Senke. Wenige Tage später wird J. gefasst. Ein DNA-Abgleich und Fingerabdrücke konnten ihn überführen.  

Quelle: n-tv.de , kpi

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