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Einjährige Affäre mit Lehrerin US-Schüler erhält Rekord-Entschädigung

Die Lehrerin Laura Whitehurst gab zu, mit drei Schülern Sex gehabt zu haben.

Die Lehrerin Laura Whitehurst gab zu, mit drei Schülern Sex gehabt zu haben.

Ein Jahr lang hat eine Lehrerin ein Verhältnis mit ihrem minderjährigen Schüler. Als sie das gemeinsame Kind gebärt, fliegt die Affäre auf. Die Schulbehörde soll davon gewusst haben - und muss nun eine gigantische Entschädigung zahlen.

Ein Schüler in den USA soll eine Rekord-Entschädigung erhalten, nachdem er ein einjähriges Verhältnis mit seiner Lehrerin unterhalten hatte. Das berichtet die lokale Zeitung "Redlands Daily Facts". Dem jungen Schüler aus Kalifornien seien sechs Millionen Dollar zugesprochen worden, die der Redlands Unified School District nun zahlen müsse. Dem District wird vorgeworfen nicht angemessen gegen die Affäre vorgegangen zu sein und den damals 16-Jährigen damit nicht ausreichend geschützt zu haben. Aus der Affäre ging ein Kind hervor.

Die Mutter des Schülers hatte das Verhältnis 2013 öffentlich gemacht. Sie hatte kurz nach der Geburt des Kindes von dem Verhältnis erfahren und den Schulbezirk informiert. Der gab zwar an, den Verdacht bereits seit mehreren Wochen gehegt zu haben. Auf Nachfrage hätten Schüler und Lehrerin ihr Verhalten jedoch plausibel erklären können und keinen weiteren Verdacht begründet. Darum habe man davon abgesehen, die Polizei zu informieren. Die Lehrerin wurde kurz nach Bekanntwerden der Affäre festgenommen.

"Gottes Plan"

Die Entschädigungszahlung ist das Resultat einer außergerichtlichen Einigung. Der Behörde war es wichtig klarzustellen, dass die Zahlung kein Schuldeingeständnis bedeute: "Wir haben nichts falsch gemacht in der Art, wie wir mit dem Fall umgegangen sind", sagte ein Sprecher.

Die Lehrerin habe die Schwangerschaft dem Schüler gegenüber als "Gottes Plan" bezeichnet. Schließlich könne sie eigentlich gar nicht schwanger werden, wie sie zuvor behauptet hatte. Um das Kind kümmert sich der junge Mann nun gemeinsam mit seiner Mutter.

Das Verhältnis war nicht das einzige, welches die Lehrerin zu Schülern unterhielt. Vor Gericht hatte sie sich schuldig bekannt an unterschiedlichen Schulen mit insgesamt drei Schülern sexuellen Kontakt gehabt zu haben. Sie gab ihre Lehrlizenz zurück und musste sich als Sexualstraftäterin registrieren lassen. Der "Redland Daily Facts" zufolge sei sie nach sechs Monaten Haft nun auf Bewährung entlassen.

Quelle: n-tv.de , apo

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