Panorama

Mann stirbt in seinem Auto Sturmböen ziehen über Osten Deutschlands

Alle Hände voll zu tun hatte die Berliner Polizei.

Alle Hände voll zu tun hatte die Berliner Polizei.

(Foto: dpa)

300 Einsätze in drei Stunden hat die Berliner Feuerwehr zu bewältigen. Ein Sturm hinterlässt hier und in anderen Bundesländern etliche Schäden. In Brandenburg stirbt ein Mann, weil ein Ast sein Auto trifft.

Bei einem schweren Sturm ist ein Autofahrer in Brandenburg tödlich verletzt worden. Ein Baum sei in der Ortschaft Zäckericker Loose an der polnischen Grenze auf das Auto gestürzt, berichtete ein Sprecher des Polizeipräsidiums.

Aus Brandenburg, aber auch anderen Teilen Deutschlands wurden etliche Sturmschäden gemeldet. Es habe Böen mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde gegeben, hieß es vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Am Flughafen Berlin-Schönefeld zeigten die Messgeräte demnach 102 km/h und damit schwere Sturmböen an.

In Berlin rückte die Feuerwehr innerhalb von drei Stunden rund 300 Mal aus, wie ein Sprecher mitteilte. Verletzte gab es nicht. Die Einsatzkräfte mussten vor allem umgestürzte Bäume und abgerissene Zweige von den Straßen räumen, Baustellen sichern und lose Bauteile bergen. Die S-Bahn Berlin unterbrach wegen Sturmschäden vorübergehend einige Linien.

"Wir hatten alles"

In Brandenburgs Hauptstadt Potsdam verletzte in einer Einkaufsmeile ein umherwirbelndes Werbeschild zwei Fußgängerinnen. Eine der Frauen musste in einem Krankenhaus behandelt werden. In mehreren Landkreisen blockierten umgestürzte Bäume Straßen, Strom- und Telefonkabel wurden beschädigt. "Wir hatten alles - Bäume auf Straßen, auf Autos, Garagen, Häusern und Stromleitungen", sagte ein Sprecher der Feuerwehr-Leitstelle im Osten Brandenburgs.

In Hamburg und im Landkreis Pinneberg verursachte das Sturmtief mindestens 100 Feuerwehreinsätze. Dachteile lösten sich, Bäume stürzten um, Äste knickten ab, Bauzäune und Reklameschilder wurden umgeweht. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand. In Bayern fiel der Sturm mit bis zu 70 km/h nicht ganz so heftig aus.

Bereits am Nachmittag zog das Tief nach Osten weiter und der Wind nahm von Westen her langsam ab. Bis zum Abend sei aber weiter mit einzelnen Wind- und Sturmböen zu rechnen, hieß es.

Quelle: n-tv.de , mli/dpa

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