Panorama

Fall Kim Wall Neuer Fund belastet Peter Madsen

Fast täglich gibt es neue grausige Details im Fall der ermordeten Kim Wall zu berichten.

Fast täglich gibt es neue grausige Details im Fall der ermordeten Kim Wall zu berichten.

(Foto: imago/ritzau)

Die Behauptungen des unter Mordverdacht stehenden Peter Madsen brechen Stück für Stück weg. Jetzt ist neues makabres Beweismaterial aufgetaucht, das den exzentrischen U-Boot-Bauer überführen könnte.

Nach und nach kommen Ermittler der Wahrheit im Fall Kim Wall näher: Taucher haben in einer Bucht, in der auch Leichenteile der schwedischen Journalistin geborgen worden waren, eine Säge entdeckt. Das Werkzeug sei nahe der Route gefunden worden, die der mordverdächtige Erfinder Peter Madsen nach bisherigen Erkenntnissen mit seinem U-Boot fuhr, teilte die Polizei mit. Die Säge werde nun von Kriminaltechnikern untersucht. 

Spätestens seit dem 21. August gibt es zwar keinen Zweifel mehr am gewaltsamen Tod der 30-jährigen Wall, die Todesursache ist aber immer noch nicht geklärt. Madsen wird vorgeworfen, die Journalistin an Bord seines selbstgebauten U-Bootes ermordet und dann über Bord geworfen zu haben. Teile ihrer Leiche wurden später in der Bucht gefunden, Kopf und Beine waren abgesägt worden.

Madsen selbst bestreitet vehement, Wall getötet zu haben. Er spricht von einem Unfall. Im September hatte er vor einem Richter angegeben, Wall sei eine 70 Kilogramm schwere Klappe auf den Kopf gefallen. Ihr Tod sei ein Unglück gewesen. Er räumte ein, ihre Leiche über Bord geworfen zu haben. Vergangene Woche wurde jedoch bekannt, dass Madsen Videos von Hinrichtungen auf einer Festplatte gespeichert hatte, die mit großer Wahrscheinlichkeit echt sind.

Am vergangenen Sonntag wurde schließlich der abgetrennte Schädel zusammen mit den Beinen sowie Kleidung der 30-Jährigen in Tüten verpackt gefunden. Ermittler schließen nicht aus, dass eine Enthauptung die Todesursache sein könne. Sie fanden keine Spuren für Brüche im Schädel - dafür aber ein Messer.

Quelle: n-tv.de , dsi/dpa

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