Panorama

100-Kilo-Goldmünze verschwunden Mutmaßlicher Münzdieb aus U-Haft entlassen

Auch gegen Mitarbeiter des Bode-Museums wird im Zusammenhang mit dem Diebstahl ermittelt.

Auch gegen Mitarbeiter des Bode-Museums wird im Zusammenhang mit dem Diebstahl ermittelt.

(Foto: dpa)

Vier junge Männer aus einer arabischen Großfamilie in Berlin-Neukölln sollen hinter dem spektakulären Diebstahl der Riesengoldmünze aus dem Berliner Bode-Museum stecken. Einer von ihnen darf nun allerdings die U-Haft verlassen.

Nach dem spektakulären Diebstahl einer millionenschweren Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum ist einer der vier Verdächtigen aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Gegen den 19-Jährigen gebe es keinen dringenden Tatverdacht mehr, gegen ihn werde aber weiter ermittelt, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft mit. 

Nach intensiven Ermittlungen gegen Mitglieder einer arabischen Familie waren am 12. Juni gegen vier Verdächtige zwischen 18 und 20 Jahren Haftbefehle erlassen worden. Die Staatsanwaltschaft hatte damals mitgeteilt, sie gehe bei dem Diebstahl von einer organisierten Bandenstruktur aus.

Das Amtsgericht Tiergarten sehe derzeit kein bandenmäßiges Vorgehen, hieß es nun jedoch. Zwei entsprechende Haftbefehle seien deshalb aufgehoben, zugleich aber neue wegen gemeinschaftlichen Diebstahls ausgestellt worden. Dies ist laut der Sprecherin das Ergebnis von Haftprüfungen, die die Verteidiger der Verdächtigen beantragt hatten. Den vierten Haftprüfungstermin soll es in der nächsten Woche geben. 

Die riesige, 100 Kilogramm schwere Münze mit einem reinen Goldwert von 3,7 Millionen Euro war Ende März gestohlen worden. Ermittler rechnen nicht mehr damit, die kostbare Beute noch zu finden. Wahrscheinlich wurde die Münze ganz oder in Teilen verkauft und eingeschmolzen. Die kanadische Goldmünze mit dem Bild von Königin Elizabeth II. war die Leihgabe eines Privatmanns.

Quelle: n-tv.de , mbo/dpa

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