Panorama

Flugzeugabsturz in Brasilien Greenpeace trauert um junge Schwedin

(Foto: REUTERS)

Tragischer Tod einer Umweltschützerin: Über den Weiten des brasilianischen Regenwalds gerät eine einmotorige Maschine von Greenpeace in Schwierigkeiten. Pilot und drei Insassen überleben den Absturz, doch für einen Passagier kommt jede Hilfe zu spät.

Ein Flugzeug der Umweltschutzorganisation Greenpeace ist im brasilianischen Amazonasgebiet abgestürzt. Eine 29-jährige Schwedin kam bei dem Unglück ums Leben, weitere vier Insassen erlitten Verletzungen, wie lokale Medien unter Berufung auf die Polizei und das schwedische Konsulat in Manaus berichteten.

"Mit tiefer Traurigkeit bestätigen wir den Tod eines unserer Kollegen bei einem tragischen Unfall im Amazonasgebiet", teilte Greenpeace Brasilien mit. Bei der verunglückten Maschine handelte es sich um eine einmotorige Cessna "Caravan" 208. Das knapp zwölf Meter lange Flugzeug ist für bis zu 14 Passagiere ausgelegt. In einzelnen Versionen ist der bewährte Mehrzweckflieger mit großen Schwimmern ausgestattet, die Starts- und Landungen auf dem Wasser ermöglichen.

Missglückte Landung auf dem Wasser?

Ob es sich bei dem verunglückten Flieger um ein Wasserflugzeug handelte, ist noch unklar. Sicher ist bislang nur, dass das von Greenpeace gecharterte Flugzeug in den Fluss Negro im Nationalpark Anavilhanas stürzte. Die Unglücksstelle liegt 100 Kilometer nordwestlich von Manaus. In der dünn besiedelten Region im Amazonasbecken befinden sich noch weitgehend intakte Teile des brasilianischen Regenwalds.

Offene Flächen, Straßen oder etwaige Ausweichpisten für Notlandungen sind hier kaum zu finden. Sollten Probleme mit dem Motor aufgetreten sein, wäre es naheliegend, dass der Pilot eine Notwasserung auf einem der Nebenarme des Flusses versucht haben könnte. Der Unfallhergang und die Ursache des Unglücks liegen allerdings noch vollkommen im Dunkeln. Auf ersten Aufnahmen vom Unglücksort ist zu erkennen, dass die Maschine weitgehend intakt halb versunken im Wasser liegt.

"Wir sind in Trauer"

An Bord des Flugzeugs befanden sich neben dem Pilot und der tödlich verletzten Schwedin drei weitere brasilianische Mitarbeiter der Organisation. Der Flugzeugführer und die drei Greenpeace-Mitarbeiter überlebten den Vorfall. "Sie erhalten medizinische Versorgung, es geht ihnen den Umständen entsprechend gut", hieß es.

"Wir konzentrieren uns auf die Unterstützung der Familien des Opfers und stehen den Behörden zur Verfügung, um sie bei den Ermittlungen zu den Ursachen des Unfalls zu unterstützen", erklärte die Umweltschutzorganisation. "Es gibt keine Worte, um die tiefe Trauer zu beschreiben, die wir in diesem Moment fühlen."

Quelle: n-tv.de , mmo/dpa

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