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"Mom, da sind Schüsse gefallen" Gewalttat an Schule erschüttert US-Dorf

Besorgte Eltern haben sich am Morgen vor der Highschool in Rockford versammelt.

Besorgte Eltern haben sich am Morgen vor der Highschool in Rockford versammelt.

(Foto: dpa)

Der kleine Ort Rockford im US-Bundesstaat Washington zählt nur etwa 460 Einwohner - nun steht die Gemeinde unter Schock. Am Morgen fallen in der örtlichen Highschool Schüsse. Ein Schüler stirbt, mehrere weitere werden verletzt. Der Schütze wird festgenommen.

An einer Schule im US-Bundesstaat Washington ist Berichten zufolge ein Schüler durch Schüsse getötet worden. Mindestens fünf weitere Menschen seien bei der Schießerei in Rockford verletzt worden, berichtete die Zeitung "The Spokesman Review" unter Berufung auf die Polizei. Der mutmaßliche Täter sei festgenommen worden. "Die Bedrohung durch den Schützen ist beseitigt worden", sagte der Feuerwehrchef von Spokane, Brian Schaeffer. Details zum Täter nannte er nicht.

Mehrere Krankenwagen sowie Rettungshubschrauber kamen zum Einsatz. Drei der Verletzten seien sofort ins Krankenhaus gebracht worden. CBS News berichtete unter Berufung auf das Krankenhauspersonal, alle drei seien im "Schulalter". Über die Schwere der Verletzungen ist noch nichts bekannt. Auch die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

Nach ersten Berichten über Schüsse an der Freeman High School hatten die Behörden alle Schulen im Distrikt abriegeln lassen. In den sozialen Netzwerken wurde ein Bild geteilt, das offenbar in einem der verriegelten Klassenräume aufgenommen wurde. Es zeigt mehrere Schüler einer Klasse, die auf dem Boden ausharren - eine Sicherheitsmaßnahme, um nicht durch die Fenster zum leichten Ziel eines Schützen zu werden. Mittlerweile wurde jedoch Entwarnung gegeben. Die Schüler konnten das Gebäude bereits verlassen.

Besorgte Eltern vor der Schule

Vor der Freeman High School hatten sich bereits Dutzende Eltern versammelt, um ihre Kinder abzuholen. Cheryl Moser berichtete "The Spokesman Review", sie sei von ihrem Sohn vom Klassenzimmer aus angerufen worden. "Er hat mich angerufen und gesagt: 'Mom, da sind Schüsse gefallen.' Er klang sehr verängstigt. Man glaubt nicht daran, dass so etwas an einer so kleinen Schule passieren kann."

Rockford gehört zum Bezirk Spokane, der im Osten des US-Bundesstaates Washington liegt. Der Ort hat nur rund 460 Einwohner. Der Gouverneur des US-Bundesstaates Washington, Jay Inslee, erklärte, seine Gedanken seien bei den Opfern und ihren Familien. Er sei "sehr dankbar für die schnelle Reaktion der Schulmitarbeiter und Ersthelfer vor Ort", die versucht hätten, "unsere Schüler in Sicherheit zu bringen".

In den USA kommt es immer wieder zu Schießereien an Schulen. Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hatte nach dem Amoklauf an einer Schule in Oregon Ende 2015 beklagt, solche Gewalttaten seien mittlerweile "zu einer Art Routine" geworden. Vorstöße für schärfere Waffengesetze sind seither aber immer wieder gescheitert.

Quelle: n-tv.de , jug/dpa

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