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Übelkeit in der Flugzeug-Kabine Germanwings-Pilot bricht Flug ab

Bei der betroffenen Maschine handelte es sich nach Angaben von Germanwings um einen Airbus A319.

Bei der betroffenen Maschine handelte es sich nach Angaben von Germanwings um einen Airbus A319.

(Foto: picture alliance / Rolf Vennenbe)

Der Flug von Hamburg nach Stockholm ist kurz und für Crew und Maschine von Germanwings Routine. Doch diesmal zwingt ein übler Geruch den Piloten kurz nach dem Start zur Umkehr. Rettungskräfte müssen Passagiere und Besatzungsmitglieder behandeln.

Ein Airbus von Germanwings musste seinen Flug von Hamburg nach Stockholm am Sonntagabend abbrechen. Eine Sprecherin der Fluggesellschaft teilte mit, der Pilot sei unmittelbar nach dem Start wegen ungewöhnlicher Gerüche in der Kabine umgekehrt. Sechs Besatzungsmitglieder und Passagiere seien nach der sicheren Landung in Hamburg von Rettungskräften behandelt worden. Sie hätten über Unwohlsein und Atemwegsreizungen geklagt.

Drei Crewmitglieder kamen in ein Krankenhaus. Die übrigen Betroffenen blieben nach der Behandlung vor Ort. Die Passagiere übernachteten auf Germanwings-Kosten in einem Flughafenhotel. Der Flug wurde gestrichen.

Bei dem Flugzeug handelte es sich nach Angaben der Airline um einen Airbus A319 mit 142 Passagieren und fünfköpfiger Besatzung. Die Ursache für den Geruch an Bord war zunächst unklar. Die Maschine werde derzeit eingehend untersucht, teilte die Germanwings-Sprecherin mit. Die Feuerwehr stand mit einem Löschfahrzeug, fünf Rettungswagen und weiteren Fahrzeugen auf dem Flughafen bereit.

Merkwürdige Gerüche und giftige Dämpfe in der Kabine sind für Fluggesellschaften ein bekanntes Problem. Sind die Flugzeugtüren geschlossen, steht als Atemluft nur noch die sogenannte "Zapfluft" zur Verfügung. Bei fast allen gängigen Flugzeugtypen wird die Kabinenluft direkt an den Triebwerken abgezapft und ungefiltert in die Kabine geleitet. Dabei kann sie sich mit chemischen Zusatzstoffe vermischen, die Turbinenölen und der Hydraulikflüssigkeit beigemischt sind.

Quelle: n-tv.de , chr/dpa/AFP

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