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"Verdeckungstat" in Berlin? Frau lag in ausgebrannter Wohnung

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe in dem Fall.

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe in dem Fall.

(Foto: dpa)

Im Berliner Bezirk Kreuzberg wird die Feuerwehr zu einer brennenden Wohnung gerufen. Dort finden sie eine leblose Frau, die kurz darauf stirbt. Doch das Feuer soll nicht die Todesursache sein.

Die bei einem Wohnungsbrand in Berlin tot aufgefundene Frau soll einem Medienbericht zufolge erstochen worden sein. Die Berliner Zeitung "B.Z." berichtete unter Hinweis auf die Obduktion, die 41-Jährige sei an Schnitt- und Stichverletzungen gestorben. Auch Spuren stumpfer Gewalt seien an ihrem Körper gefunden worden.

Die Polizei wollte den Bericht nicht bestätigen. Bei dem Obduktionsbefund handele es sich um ein internes Papier, sagte ein Sprecher. Zuvor hatte die Kripo allerdings bereits mitgeteilt, sie gehe nach vorläufigem Ermittlungsstand von einer "Verdeckungstat" aus. Danach könnte das Feuer gelegt worden sein, um einen Mord zu verschleiern. Laut einer Polizeimitteilung waren die Verletzungen "nicht brandbedingt und offensichtlich durch Fremdeinwirkung entstanden".

Der Brand war am Freitagabend gegen 21 Uhr in einer Erdgeschosswohnung in Berlin-Kreuzberg ausgebrochen. Als die Feuerwehr die Flammen löschte, fand sie die leblose Frau. Sie erlag trotz Reanimierungsversuchen noch vor Ort ihren Verletzungen. Wie die Polizei mitteilte, gaben Zeugen an, sie hätten kurz vor Ausbruch des Feuers einen Mann aus einem Fenster der Wohnung in der Pücklerstraße flüchten sehen.

Die Mordkommission bat die Bevölkerung um Mithilfe und veröffentlichte auf ihrer Homepage ein Bild der 41-Jährigen.

Quelle: n-tv.de

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