Panorama

Elba - Korsika - Lörrach Flaschenpost für Angelina

Die gute alte Flaschenpost ist zwar etwas aus der Mode gekommen, aber hin und wieder taucht mal eine auf.

Die gute alte Flaschenpost ist zwar etwas aus der Mode gekommen, aber hin und wieder taucht mal eine auf.

(Foto: Imago)

1998 wirft ein kleines Mädchen aus Lörrach eine Flaschenpost bei Elba ins Meer. Fast zwei Jahrzehnte später taucht diese an einem Strand in Korsika auf. Der Finder macht sich auf die Suche nach der jungen Künstlerin.

Ein Mädchen aus Lörrach in Baden-Württemberg macht - vermutlich mit ihren Eltern - im Sommer 1998 Urlaub in der Toskana. Sie malt sich selbst auf einem Bild, dazu einen kleinen Hund, ein paar Boote und die Sonne, die sich im Wasser spiegelt. Die Zeichnung, auf die sie noch in krakeliger Kinderschrift notiert "Elba am 7.7. in das Meer geworfen von Angelina aus Lörrach", steckt sie in eine Flasche und wirft diese ins Meer.

Im Mai 2016 findet ausgerechnet ein deutscher Tourist die Flaschenpost an einem Strand auf der direkt neben Elba liegenden Insel Korsika. "Da hatte ich erst mal Herzklopfen: Mensch, eine Flaschenpost!", sagt der Mann, der anonym bleiben möchte. Er habe die Flasche, vermutlich eine Whiskeyflasche, zerschlagen müssen, um an die Papiere zu kommen. "Das war richtig spannend."

Als er die Zeichnung des Mädchens sah, wollte er Angelina, die im Alter seines Sohnes sein musste, finden. Ein paar Monate vergingen, bis ihm die Idee kam, die Lörracher Stadtverwaltung um Hilfe zu bitten. Doch diese konnte das Mädchen zunächst ebenfalls nicht ausfindig machen und startete vor ein paar Tagen einen Facebook-Aufruf.

Mit Erfolg. "Unser Beitrag hat über 100.000 Personen erreicht und wurde fast 1500-mal geteilt. Menschen von Nord- bis Süddeutschland, von den Niederlanden über Österreich bis hin nach Mallorca haben sich an der Suche beteiligt", freut sich Yvonne Antoni von der Stadtverwaltung Lörrach.

Weiter schreibt Antoni zum Happy End: "Nun konnte die Verfasserin der Flaschenpost gefunden werden, sie möchte aber anonym bleiben. Gern respektieren wir diesen Wunsch und freuen uns darüber, dass wir ihr ihre Zeichnung zurückgeben können."

Quelle: n-tv.de , dsi/dpa