Panorama

Tödliches Unglück bei Neapel Eltern und Sohn stürzen in Vulkankrater

In den Phlegräischen Feldern drücken giftige Gase an die Oberfläche.

In den Phlegräischen Feldern drücken giftige Gase an die Oberfläche.

(Foto: picture alliance / Lena Klimkeit)

In Süditalien wird ein kleiner Junge Zeuge eines schrecklichen Dramas: Das Kind verliert seine Eltern und seinen älteren Bruder, als diese in einen Vulkankrater fallen. Die Eltern hatten offenbar versucht, ihr älteres Kind zu retten.

In der Nähe von Neapel sind ein elfjähriger Junge und seine Eltern beim Sturz in einen Vulkankrater gestorben. Ein jüngerer Sohn der italienischen Familie blieb nach Angaben des Besucherzentrums unversehrt.

Die Familie war demnach an der Solfatara unterwegs, einem Vulkankrater im Stadtgebiet von Pozzuoli westlich von Neapel. Wie es zu dem Unglück kam, sei noch unklar, sagte ein Vertreter der Verwaltung. "Sie haben die Sicherheitssperren überwunden und sind in ein Loch gefallen".

Italienischen Medienberichten zufolge war der Elfjährige zuerst in die verbotene Zone geraten und gestürzt. Sein Vater und schließlich auch die Mutter hätten versucht, ihn zu retten. Da das Loch nicht sehr tief gewesen sei, könnten alle drei an ausströmenden heißen Gasen erstickt sein. Der kleine Bruder blieb demnach vor der Absperrung.

Die Solfatara gehört zu den rund 30 Kratern der Phlegräischen Felder, einer riesigen aktiven Vulkanregion rund 20 Kilometer westlich des Vesuvs. Sie ist bei Touristen sehr beliebt, Wissenschaftler jedoch sorgen sich vor einem möglichen größeren Ausbruch.

Quelle: n-tv.de , shu/AFP

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