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Vertikalbegrünung in Stuttgart Mooswand als "Wunderwaffe"?

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Umweltzonen, Tempolimits, ...
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... Feinstaubsauger oder aktuell das Fahrverbot für dieselbetriebene Fahrzeuge in der Innenstadt: ...
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... Was hat man in Stuttgart alles schon versucht, um die Qualität der Luft zu verbessern.
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Leider haben alle Maßnahmen bisher nicht die erwünschten Effekte gebracht.
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Nun liegen alle Hoffnungen auf einem völlig neuen Verfahren.
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Eine Wand mit Moos soll an der schmutzigsten Kreuzung Deutschlands gleich drei Dinge können: ...
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... Feinstaub aufnehmen, ...
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... die Luft im Sommer kühlen und ...
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... den Straßenlärm von rund 71.000 vorbeifahrenden Autos täglich schlucken.
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Bereits im November 2016 wurden die ersten kleinen Testwände an der Cannstatter Straße montiert und ...
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... aufgestellt.
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Für die Pilotstudie ist nun eine 100 Meter lange und gut 3 Meter hohe Metallwand an der sechsspurigen B14 in der Nähe des Feinstaub-Hotspots Neckartor sowie ...
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... vier Messtationen aufgebaut worden. Ein Jahr lang sollen diese Daten erheben, mit denen der Grad der Luftverschmutzung festgestellt werden kann.
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Das Moos, das genauso wie Rollrasen auf Polyestermatten ausgeliefert wird, ...
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... wird mit einem Drucklufttacker direkt auf das in Wellen aufgestellte Trägergerüst festgemacht.
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Auf dem Trägergerüst ist auch das Bewässerungssystem angebracht.
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Das hier eingesetzte Graue  Zackenmützenmoos (Racomitrium lanuginosum) kann nämlich Feinstaubartikel nur schlucken, wenn es feucht genug, aber nicht zu feucht ist.
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Das Stuttgarter Stadtklima sei im Sommer eigentlich zu heiß und zu trocken für das Moos, erklärt der Moos-Experte Martin Nebel. Aus diesem Grund solle es im Sommer mit einem Beschattungsvlies vor zu viel Sonne geschützt werden.
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Eine zusätzliche Sprinkleranlage, die über der Aluwand installiert würde, könnte das Problem auch lösen, doch das wäre zu teuer. Das Pilotprojekt wurde mit 388.000 Euro vom Gemeinderat und 170.000 Euro vom Land finanziert.
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Ob die Mooswand tatsächlich die Feinstaubwerte senken und damit die Luftqualität nachhaltig verbessern kann, lässt sich frühestens im Sommer nach der Auswertung der Messdaten sagen.
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Denn das Moos benötigt nicht nur das richtige Maß an Feuchtigkeit, um die Luft zu filtern, sondern auch genug Luftbewegung, damit sich die Feinstaubpartikel auf der Oberfläche der feingliedrigen Landpflanze verfangen.
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Die besondere Oberfläche von Moosen macht die Pflanze so anziehend für Feinstaubpartikel.
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Auf den Moosblättchen befindet sich, anders als bei anderen Pflanzenarten, keine wasser- oder schmutzabweisende Wachsschicht, sodass gesundheitsschädliche Partikel, vor allem das Ammoniumnitrat, wie auf einem Mikrofasertuch hängen bleiben.
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Sind die Feinstaubpartikel erst einmal auf den Moosblättchen, beginnt die Pflanze mit deren Zersetzung, zumindest unter Laborbedingungen. (Das Mikroskopbild zeigt die teilweise  Zersetzung von Feinstaubpartikel auf einer Moosoberfläche)
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Die feinen Blätter der Moose sind so aufgebaut, dass sie, würde man sie auseinanderfalten, eine wesentlich größere Oberfläche ergeben.
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Die feinen Blätter der Moose sind so aufgebaut, dass sie, würde man sie auseinanderfalten, eine wesentlich größere Oberfläche ergeben. Bei der fertiggestellten Mooswand in Stuttgart würde aus den rund 300 Quadratmetern die Größe eines Fußballfeldes entstehen.
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Ob sich der Aufwand in Stuttgart gelohnt hat und wie viel Feinstaub die Mooswand tatsächlich schlucken kann, ist nicht vorhersagbar.
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Auch die Frage, ob das Moos die Konzentration des gesundheitsschädlichen Stickstoffdioxids in der Luft senken kann, lässt sich erst mit der wissenschaftlichen Auswertung der Daten beantworten.
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Hält die Mooswand das, was sie in Laborversuchen versprochen hat, dann wird das Pilotprojekt viele Nachahmer finden und in  Stuttgart kann man endlich aufatmen.
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