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Feuer, Rad und Flatscreen Erfindungen, die Tiere zuerst gemacht haben

Erfindung Nummer 1: das Feuer. Es gilt als die wohl wichtigste menschliche Erfindung. Unser Vorfahr Homo erectus kontrollierte das Feuer als Erster, auch wenn er es noch nicht selbst erzeugen konnte.

Erfindung Nummer 1: das Feuer. Es gilt als die wohl wichtigste menschliche Erfindung. Unser Vorfahr Homo erectus kontrollierte das Feuer als Erster, auch wenn er es noch nicht selbst erzeugen konnte.
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Erfindung Nummer 1: das Feuer. Es gilt als die wohl wichtigste menschliche Erfindung. Unser Vorfahr Homo erectus kontrollierte das Feuer als Erster, auch wenn er es noch nicht selbst erzeugen konnte.

Feuer zu machen lernte der Mensch erst vor etwa 32.000 Jahren - es war die Erfindung des ersten Feuerzeugs. Einmalig unter den Lebewesen? Nicht ganz.
(Foto: imago stock&people) 2 / 24

Feuer zu machen lernte der Mensch erst vor etwa 32.000 Jahren - es war die Erfindung des ersten Feuerzeugs. Einmalig unter den Lebewesen? Nicht ganz.

Dieser kleine Käfer kann zwar kein Lagerfeuer entfachen - aber in seinem Hinterleib befindet sich ein Organ, in dem ebenfalls eine chemische Reaktion abläuft, die in mancher Hinsicht ähnlich ist. Es handelt sich um den Bombardierkäfer.
(Foto: imago/blickwinkel) 3 / 24

Dieser kleine Käfer kann zwar kein Lagerfeuer entfachen - aber in seinem Hinterleib befindet sich ein Organ, in dem ebenfalls eine chemische Reaktion abläuft, die in mancher Hinsicht ähnlich ist. Es handelt sich um den Bombardierkäfer.

Durch das Zusammenspiel verschiedener Substanzen entsteht im Gesäß des Käfers unter anderem Knallgas, eine Mischung aus Wasserstoff und Sauerstoff. Wie beim Lagerfeuer reagieren die beiden Stoffe miteinander - in diesem Fall führt dies sogar zu einer Explosion, die einen Chemikalien-Cocktail nach außen schleudert.
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Durch das Zusammenspiel verschiedener Substanzen entsteht im Gesäß des Käfers unter anderem Knallgas, eine Mischung aus Wasserstoff und Sauerstoff. Wie beim Lagerfeuer reagieren die beiden Stoffe miteinander - in diesem Fall führt dies sogar zu einer Explosion, die einen Chemikalien-Cocktail nach außen schleudert.

Erfindung Nummer 2: das Rad. Heute nicht mehr wegzudenken aus dem Alltag moderner Gesellschaften, gilt es als eine der wichtigsten technischen Erfindungen der Menschheit.
(Foto: imago/EQ Images) 5 / 24

Erfindung Nummer 2: das Rad. Heute nicht mehr wegzudenken aus dem Alltag moderner Gesellschaften, gilt es als eine der wichtigsten technischen Erfindungen der Menschheit.

Vor mehr als 3000 Jahren wohl haben Menschen das erste Mal das Rad zur Fortbewegung genutzt. Aber so menschlich ist die Erfindung leider nicht - im Tierreich gibt es das Rad schon sehr lange bevor der Mensch es erfand.
(Foto: www.alexandriaarchive.org) 6 / 24

Vor mehr als 3000 Jahren wohl haben Menschen das erste Mal das Rad zur Fortbewegung genutzt. Aber so menschlich ist die Erfindung leider nicht - im Tierreich gibt es das Rad schon sehr lange bevor der Mensch es erfand.

Zum einen gibt es einige Tiere, die sich rollend fortbewegen - wie etwa die Afrikanische Radspinne. Bei Gefahr lässt sie sich mit ausgestreckten Beinen eine Sanddüne herunterrollen - und ist damit schneller als zu Fuß. Aber so ganz zählt das nicht, da sich in diesem Fall der ganze Körper dreht. Das einzige echte tierische "Rad" kommt bei einem anderen Lebewesen vor.
(Foto: imago stock&people) 7 / 24

Zum einen gibt es einige Tiere, die sich rollend fortbewegen - wie etwa die Afrikanische Radspinne. Bei Gefahr lässt sie sich mit ausgestreckten Beinen eine Sanddüne herunterrollen - und ist damit schneller als zu Fuß. Aber so ganz zählt das nicht, da sich in diesem Fall der ganze Körper dreht. Das einzige echte tierische "Rad" kommt bei einem anderen Lebewesen vor.

Es mag überraschen: Bakterien haben das Rad ebenfalls "erfunden". Es handelt sich dabei um die Geißel dieser Einzeller, Flagellum genannt - hier am oberen Ende des Bakteriums zu sehen. Warum das ein Rad ist?
(Foto: imago/Science Photo Library) 8 / 24

Es mag überraschen: Bakterien haben das Rad ebenfalls "erfunden". Es handelt sich dabei um die Geißel dieser Einzeller, Flagellum genannt - hier am oberen Ende des Bakteriums zu sehen. Warum das ein Rad ist?

Das Flagellum - hier ein Modell - kann sich unbegrenzt frei um seine Achse drehen und ermöglicht daher einem nicht rotierenden Körper die Fortbewegung durch ein kontinuierliches Drehmoment. So wie ein Rad.
(Foto: Alan Wolf, CC BY-SA 2.0, commons.wikimedia.org) 9 / 24

Das Flagellum - hier ein Modell - kann sich unbegrenzt frei um seine Achse drehen und ermöglicht daher einem nicht rotierenden Körper die Fortbewegung durch ein kontinuierliches Drehmoment. So wie ein Rad.

Erfindung Nummer 3: künstliches Licht. Den Schein des Feuers ersetzt bei den Menschen seit nicht mal 150 Jahren künstliches Licht. Ohne es wäre die moderne Zivilisation kaum vorstellbar.
(Foto: imago/Thorsten Baering) 10 / 24

Erfindung Nummer 3: künstliches Licht. Den Schein des Feuers ersetzt bei den Menschen seit nicht mal 150 Jahren künstliches Licht. Ohne es wäre die moderne Zivilisation kaum vorstellbar.

Die ersten künstlichen Lichtquellen wurden Anfang des 19. Jahrhunderts erfunden. Der große Durchbruch gelang aber erst dem US-Erfinder Thomas Edison 1880 mit seiner Glühlampe (hier ein Nachbau des ersten Modells). Aber bereits lange davor haben Tiere künstliches Licht erfunden.
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Die ersten künstlichen Lichtquellen wurden Anfang des 19. Jahrhunderts erfunden. Der große Durchbruch gelang aber erst dem US-Erfinder Thomas Edison 1880 mit seiner Glühlampe (hier ein Nachbau des ersten Modells). Aber bereits lange davor haben Tiere künstliches Licht erfunden.

Das wohl bekannteste leuchtende Tier ist der Leuchtkäfer, auch Glühwürmchen genannt. Er erzeugt das Licht chemisch: Der Leuchtstoff Luciferin strahlt bei der Reaktion mit Sauerstoff grün-gelbliches Licht aus. Viele andere Lebewesen leuchten auf ähnliche Weise.
(Foto: imago/blickwinkel) 12 / 24

Das wohl bekannteste leuchtende Tier ist der Leuchtkäfer, auch Glühwürmchen genannt. Er erzeugt das Licht chemisch: Der Leuchtstoff Luciferin strahlt bei der Reaktion mit Sauerstoff grün-gelbliches Licht aus. Viele andere Lebewesen leuchten auf ähnliche Weise.

Auch einige Pilzarten bringen Licht ins Dunkel. Das Prinzip ist dasselbe wie beim Glühwürmchen. Daneben gibt es auch leuchtende Einzeller und Bakterien. Letztere ermöglichen auch Tiefseefischen das Leuchten - dank eine Symbiose.
(Foto: Noah Siegel (Amanita virosa) - Omphalotus olearius (DC.) Singer (33857), CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) 13 / 24

Auch einige Pilzarten bringen Licht ins Dunkel. Das Prinzip ist dasselbe wie beim Glühwürmchen. Daneben gibt es auch leuchtende Einzeller und Bakterien. Letztere ermöglichen auch Tiefseefischen das Leuchten - dank eine Symbiose.

Erfindung Nummer 4: der Flachbildschirm. Erst seit Beginn des Jahrhunderts haben sich Flachbildschirme stark verbreitet. Erste Vorläufer wurden in den 1950er-Jahren entwickelt. Aber es gibt ein Tier, das schon viel länger in der Lage ist, Farben und Muster auf einer flachen Oberfläche zu erzeugen.
(Foto: imago/McPHOTO) 14 / 24

Erfindung Nummer 4: der Flachbildschirm. Erst seit Beginn des Jahrhunderts haben sich Flachbildschirme stark verbreitet. Erste Vorläufer wurden in den 1950er-Jahren entwickelt. Aber es gibt ein Tier, das schon viel länger in der Lage ist, Farben und Muster auf einer flachen Oberfläche zu erzeugen.

Der Meister der Tarnung und der optischen Effekte ist der  Tintenfisch. Die meisten Arten  sind in der Lage, auf ihrer Haut fast nach Belieben Farben und Muster abzubilden - ähnlich einem Flachbildschirm. Das gelingt aus einem Zusammenspiel bestimmer Farb- und Reflektorzellen. Erstaunlich: Tintenfische selbst sind farbenblind.
(Foto: imago/blickwinkel) 15 / 24

Der Meister der Tarnung und der optischen Effekte ist der Tintenfisch. Die meisten Arten sind in der Lage, auf ihrer Haut fast nach Belieben Farben und Muster abzubilden - ähnlich einem Flachbildschirm. Das gelingt aus einem Zusammenspiel bestimmer Farb- und Reflektorzellen. Erstaunlich: Tintenfische selbst sind farbenblind.

Erfindung Nummer 5: das Sonar. Diese Art der Echoortung ist bei  Seestreitkräften weltweit verbreitet. Das Prinzip: Schallwellen mit einer hohen Frequenz werden zur Ortung von Objekten unter Wasser genutzt.
(Foto: imago/ZUMA Press) 16 / 24

Erfindung Nummer 5: das Sonar. Diese Art der Echoortung ist bei Seestreitkräften weltweit verbreitet. Das Prinzip: Schallwellen mit einer hohen Frequenz werden zur Ortung von Objekten unter Wasser genutzt.

Erfunden wurde das Sonar bereits während des Ersten Weltkriegs, zum Einsatz kam es aber erst im Zweiten - vor allem bei der Ortung deutscher U-Boote durch die britische Marine. Aber im Tierreich gab es diese Technik - wen wundert es noch - zuerst.
(Foto: imago stock&people) 17 / 24

Erfunden wurde das Sonar bereits während des Ersten Weltkriegs, zum Einsatz kam es aber erst im Zweiten - vor allem bei der Ortung deutscher U-Boote durch die britische Marine. Aber im Tierreich gab es diese Technik - wen wundert es noch - zuerst.

Auf eine ähnliche Art der Echoortung setzen auch Delfine, um sich zu orientieren und zu jagen. Mit einem speziellen Organ - der sogenannten Melone - senden sie Ultraschallwellen aus, welche von einem Beutetier reflektiert werden. So kann der Delfin "hören", wo sich dieses befindet. Auch andere Walarten setzen auf diese Unterwasser-Echoortung.
(Foto: picture alliance / dpa) 18 / 24

Auf eine ähnliche Art der Echoortung setzen auch Delfine, um sich zu orientieren und zu jagen. Mit einem speziellen Organ - der sogenannten Melone - senden sie Ultraschallwellen aus, welche von einem Beutetier reflektiert werden. So kann der Delfin "hören", wo sich dieses befindet. Auch andere Walarten setzen auf diese Unterwasser-Echoortung.

Erfindung Nummer 6: Medikamente. Gegen fast jedes menschliche Leiden gibt es mittlerweile - mehr oder weniger wirksame - Medikamente. Sie haben die Lebenserwartung des Menschen deutlich verlängert und zählen wohl zu den größten Errungenschaften.
(Foto: imago/Jochen Tack) 19 / 24

Erfindung Nummer 6: Medikamente. Gegen fast jedes menschliche Leiden gibt es mittlerweile - mehr oder weniger wirksame - Medikamente. Sie haben die Lebenserwartung des Menschen deutlich verlängert und zählen wohl zu den größten Errungenschaften.

Arzneimittel gehören auch zu den ältesten Erfindungen der Menschheit. Bereits bei den Neandertalern wurden Heilkräuter eingesetzt, wie Grabbeigaben belegen. Doch Tiere stehen dem in nichts nach.
(Foto: picture alliance / dpa) 20 / 24

Arzneimittel gehören auch zu den ältesten Erfindungen der Menschheit. Bereits bei den Neandertalern wurden Heilkräuter eingesetzt, wie Grabbeigaben belegen. Doch Tiere stehen dem in nichts nach.

Verschiedene Säugetiere wie Menschenaffen, aber auch Vögel nehmen einfache Arzneien zu sich - in Form von  Pflanzen, Böden oder Insekten. Der Afrikanische Elefant etwa leitet Geburten ein, indem die Weibchen die Blätter einer mit dem Vergissmeinnicht verwandten Pflanze kauen. In Kenia trinken Frauen einen Tee aus dieser Pflanze übrigens zum selben Zweck.
(Foto: imago/blickwinkel) 21 / 24

Verschiedene Säugetiere wie Menschenaffen, aber auch Vögel nehmen einfache Arzneien zu sich - in Form von Pflanzen, Böden oder Insekten. Der Afrikanische Elefant etwa leitet Geburten ein, indem die Weibchen die Blätter einer mit dem Vergissmeinnicht verwandten Pflanze kauen. In Kenia trinken Frauen einen Tee aus dieser Pflanze übrigens zum selben Zweck.

Erfindung Nummer 7: GPS. Diese Erfindung ist für alle Autofahrer und Smartphone-Benutzer heutzutage von größter Bedeutung. Denn GPS ist ein globales Positionierungssystem - ermöglicht also die Ermittlung des Standorts überall auf der Erde.
(Foto: imago/allOver) 22 / 24

Erfindung Nummer 7: GPS. Diese Erfindung ist für alle Autofahrer und Smartphone-Benutzer heutzutage von größter Bedeutung. Denn GPS ist ein globales Positionierungssystem - ermöglicht also die Ermittlung des Standorts überall auf der Erde.

Heutzutage helfen Satelliten bei der globalen Positionsbestimmung. Der Mensch hat jedoch bereits vor mehreren tausend Jahren begonnen, anhand des Sternenhimmels zu navigieren. Später kamen Hilfsmittel wie Kompass und Sextant hinzu. Doch auch andere Lebewesen sind wahre Navigations-Meister.
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Heutzutage helfen Satelliten bei der globalen Positionsbestimmung. Der Mensch hat jedoch bereits vor mehreren tausend Jahren begonnen, anhand des Sternenhimmels zu navigieren. Später kamen Hilfsmittel wie Kompass und Sextant hinzu. Doch auch andere Lebewesen sind wahre Navigations-Meister.

Bei der Fähigkeit, weltweit den Aufenthaltsort zu bestimmen, waren Zugvögel dem Menschen lange voraus. Sie können sich am Magnetfeld der Erde orientieren und auf diese Weise Distanzen von mehr als 10.000 Kilometern zurücklegen - ohne sich zu verfliegen.
(Foto: imago/imagebroker) 24 / 24

Bei der Fähigkeit, weltweit den Aufenthaltsort zu bestimmen, waren Zugvögel dem Menschen lange voraus. Sie können sich am Magnetfeld der Erde orientieren und auf diese Weise Distanzen von mehr als 10.000 Kilometern zurücklegen - ohne sich zu verfliegen.