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USA und Südkorea üben Ernstfall Pjöngjang fühlt sich von Kriegsmanövern gereizt

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Es ist ein alljährliches Ritual, mit sich stets ähnelndem Verlauf.
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Die Streitkräfte der USA und Südkoreas proben großangelegte Manöver auf der koreanischen Halbinsel und ...
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... Pjöngjang reagiert mit einer Demonstration der eigenen Stärke. Der Start von vier ballistischen Raketen, ...
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... von Diktator Kim Jong Un höchstpersönlich befohlen und überwacht, ...
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... ist Teil der jährlichen Eskalationsspirale. Doch dieses Jahr findet sie unter neuen Vorzeichen statt.
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Präsident der USA ist seit einigen Wochen Donald Trump. Noch ist unklar, ob und wie sich der neue Mann im Weißen Haus gegenüber Pjöngjang verhalten wird. In den vergangenen Woche hat er einen harten Kurs angekündigt.
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Die erste Reise seines Verteidigungsministers James Mattis führte nach Südkorea. Er hinterließ die Botschaft: "Jeder Angriff auf die USA oder unsere Verbündeten wird niedergeschlagen werden." Und Kim testet die neue Regierung seither aus. Die jährlichen Übungen ...
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... kommen ihm da vermutlich gerade recht. Dieses Jahr sind die Operationen unter den Namen "Foal Eagle" und "Key Resolve" so umfangreich wie nie zuvor.
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17.000 US-Soldaten und 300.000 Angehörige der südkoreanischen Armee sind daran beteiligt. Die Manöver dauern bis Ende April.
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Ziel der Übungen ist zu simulieren, "Nordkoreas Schlüsseleinrichtungen präzise zu treffen", sagte ein südkoreanischer Militärsprecher.
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Zugrunde liegt unter anderem OPLAN 5015 - ein im vergangenen Jahr entworfener Plan, um im Krieg die Nuklear- und Kommandoeinrichtungen Nordkoreas rasch auszuschalten.
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Was etwas technisch daher kommt, ist tatsächlich ein in Varianten jährlich wiederkehrendes Symbol der Stärke. Bilder wie diese ...
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... sind wohl inszeniert. Mit Rauchbomben werden Kriegshandlungen nachgestellt, wie es Regisseure von Hollywood-Streifen kaum besser hinbekommen würden. Abgesehen vom Einüben ...
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... gemeinsamer Abläufe, sind "Foal Eagle" und "Key Resolve" eine militärische Muskelschau, bei der Nordkorea seine militärische Unterlegenheit vor Augen geführt werden soll.
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Dass das Pjöngjang nicht kalt lässt, versteht sich von selbst.
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Das Kim-Regime deutet die als Verteidigungsübungen angelegten Manöver in Generalproben für einen Angriff auf den Norden um. Das Komitee für Staatsangelegenheiten, Nordkoreas oberstes Verteidigungsgremium, tönt: "Da es sich bei den gemeinsamen Militärübungen um eine unverhohlene nukleare Provokation gegen die Souveränität Nordkoreas handelt, wird unsere Reaktion ein präventiver und aggressiver Nuklearangriff sein."
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In gewohnt schauerlicher Propagandaprosa heißt es weiter: "Wenn wir die Knöpfe drücken, um die Gegner auszulöschen, werden all diese Provokationen in nur einem Moment in einem Flammenmeer und in Asche untergehen." Pjöngjang schließt dabei Angriffe auf das US-Festland nicht aus.
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Ob Nordkorea dazu in der Lage ist, kann - auch nach den Raketentest, die eine Attacke auf US-Einrichtungen in Japan simulieren sollten - nicht seriös beantwortet werden.
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Die USA nehmen die Drohungen jedenfalls offenbar ernster als unter Trumps Vorgänger Barack Obama. Nach den Tests begannen die USA damit, ...
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... zwei Thaad-Raketenabwehrsysteme, nach Südkorea zu verlegen.
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Willkommen sind die neuen Waffen in Südkorea nicht jedem.
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Kritiker, wie die südkoreanische Friedensbewegung, lehnen die Stationierung ab. Sie fürchten eine Eskalation zwischen zwei unberechenbaren Mächten - Trumps USA und Kims Nordkorea. Sicher ist jedenfalls: Bis zum Ende der Übungen Ende April bleiben die Nerven in Washington, Seoul, Pjöngjang und der Region angespannt.
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