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Ein Jahr Putschversuch Eine Nacht, die die Türkei veränderte

Es ist Freitagabend, der 15. Juli 2016. Ein Sommerabend in Istanbul, der das Land verändern wird.

Es ist Freitagabend, der 15. Juli 2016. Ein Sommerabend in Istanbul, der das Land verändern wird.
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Es ist Freitagabend, der 15. Juli 2016. Ein Sommerabend in Istanbul, der das Land verändern wird.

Soldaten rücken an, blockieren wichtige Straßen und den internationalen Flughafen.
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Soldaten rücken an, blockieren wichtige Straßen und den internationalen Flughafen.

Wenig später ist klar: Es ist der Versuch eines Umsturzes durch Teile des Militärs. Die Putschisten kapern Fernsehsender und verkünden ihre Machtübernahme.
(Foto: picture alliance / dpa) 3 / 36

Wenig später ist klar: Es ist der Versuch eines Umsturzes durch Teile des Militärs. Die Putschisten kapern Fernsehsender und verkünden ihre Machtübernahme.

Damit handeln sie jedoch etwas vorschnell.
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Damit handeln sie jedoch etwas vorschnell.

Präsident Erdogan erklärt, er sei unverändert an der Macht und ruft das Volk zu öffentlichen Versammlungen gegen die Putschisten auf.
(Foto: Twitter/dirk_adam) 5 / 36

Präsident Erdogan erklärt, er sei unverändert an der Macht und ruft das Volk zu öffentlichen Versammlungen gegen die Putschisten auf.

Genau das tun seine Anhänger.
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Genau das tun seine Anhänger.

Tausende gehen in der Nacht auf die Straßen und stellen sich dem Militär in den Weg.
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Tausende gehen in der Nacht auf die Straßen und stellen sich dem Militär in den Weg.

Sie reden auf die Soldaten ein, dass sie gerade einen Fehler machen.
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Sie reden auf die Soldaten ein, dass sie gerade einen Fehler machen.

Manche der Putschisten reagieren mit Gewalt.
(Foto: REUTERS) 9 / 36

Manche der Putschisten reagieren mit Gewalt.

Einige schießen in die Menschenmengen, die sich vor ihnen aufbauen.
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Einige schießen in die Menschenmengen, die sich vor ihnen aufbauen.

Die meisten jedoch sind überrascht vom Widerstand und verunsichert.
(Foto: AP) 11 / 36

Die meisten jedoch sind überrascht vom Widerstand und verunsichert.

Sie lassen sich die Waffen abnehmen.
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Sie lassen sich die Waffen abnehmen.

Die Erdogan-Anhänger feiern ihren Sieg.
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Die Erdogan-Anhänger feiern ihren Sieg.

Mehr als 2800 Militärangehörige werden allein in der ersten Nacht festgenommen.
(Foto: AP) 14 / 36

Mehr als 2800 Militärangehörige werden allein in der ersten Nacht festgenommen.

Es ist der Beginn einer Säuberungswelle.
(Foto: picture alliance / dpa) 15 / 36

Es ist der Beginn einer Säuberungswelle.

Fünf Generäle und 29 Oberste werden ihrer Posten enthoben.
(Foto: dpa) 16 / 36

Fünf Generäle und 29 Oberste werden ihrer Posten enthoben.

Bei dem Putschversuch kommen mindestens 265 Menschen ums Leben.
(Foto: REUTERS) 17 / 36

Bei dem Putschversuch kommen mindestens 265 Menschen ums Leben.

Erdogan lässt sich danach feiern als starker Mann vom Bosporus.
(Foto: picture alliance / dpa) 18 / 36

Erdogan lässt sich danach feiern als starker Mann vom Bosporus.

Und er fackelt nicht lange.
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Und er fackelt nicht lange.

Er beginnt einen Propagandafeldzug gegen die Gülen-Bewegung, die er hinter dem Putschversuch ausmacht.
(Foto: picture alliance / dpa) 20 / 36

Er beginnt einen Propagandafeldzug gegen die Gülen-Bewegung, die er hinter dem Putschversuch ausmacht.

Mutmaßliche Anhänger aus weit mehr Berufsgruppen als nur dem Militär werden verhaftet - Tausende und Abertausende.
(Foto: imago/Depo Photos) 21 / 36

Mutmaßliche Anhänger aus weit mehr Berufsgruppen als nur dem Militär werden verhaftet - Tausende und Abertausende.

Wenige Tage nach dem gescheiterten Coup verhängt er den Ausnahmezustand.
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Wenige Tage nach dem gescheiterten Coup verhängt er den Ausnahmezustand.

Besonders im Visier sind jetzt die Anhänger des Predigers Fethullah Gülen.
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Besonders im Visier sind jetzt die Anhänger des Predigers Fethullah Gülen.

Der im Exil lebende Gülen hat über Jahrzehnte ein Netzwerk in der Türkei aufgebaut. Absolventen seiner Schulen machen häufig Karriere im Staatsapparat.
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Der im Exil lebende Gülen hat über Jahrzehnte ein Netzwerk in der Türkei aufgebaut. Absolventen seiner Schulen machen häufig Karriere im Staatsapparat.

Kritiker sagen, das Gülen-Netzwerk habe sektenartige Züge.
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Kritiker sagen, das Gülen-Netzwerk habe sektenartige Züge.

Solange Erdogan und Gülen verbündet waren - bis 2013 - schien das Erdogan aber wenig zu stören.
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Solange Erdogan und Gülen verbündet waren - bis 2013 - schien das Erdogan aber wenig zu stören.

Mit dem gescheiterten Putsch fallen für Erdogan alle Schranken: Er fordert Gülens Auslieferung von den USA ...
(Foto: picture alliance / dpa) 27 / 36

Mit dem gescheiterten Putsch fallen für Erdogan alle Schranken: Er fordert Gülens Auslieferung von den USA ...

... und verfolgt Gülenisten bis ins Ausland.
(Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa) 28 / 36

... und verfolgt Gülenisten bis ins Ausland.

Leidtragende sind auch Hunderte Journalisten, die ihre Jobs verlieren, deren Redaktionen geschlossen werden und die zum Teil selbst eingesperrt werden.
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Leidtragende sind auch Hunderte Journalisten, die ihre Jobs verlieren, deren Redaktionen geschlossen werden und die zum Teil selbst eingesperrt werden.

Betroffen ist auch die auflagenstarke Zeitung "Cumhurriyet".
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Betroffen ist auch die auflagenstarke Zeitung "Cumhurriyet".

Deren Chefredakteur Can Dündar flieht nach Deutschland.
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Deren Chefredakteur Can Dündar flieht nach Deutschland.

Auch gegen andere Regierungskritiker geht das Regime hart vor, in der Regel wegen Terrorvorwürfen, die häufig fragwürdig wirken.
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Auch gegen andere Regierungskritiker geht das Regime hart vor, in der Regel wegen Terrorvorwürfen, die häufig fragwürdig wirken.

Mehr als 140.000 Staatsbedienstete sind seit dem Putschversuch suspendiert oder entlassen worden, mehr als 50.000 Menschen werden in Untersuchungshaft gesperrt.
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Mehr als 140.000 Staatsbedienstete sind seit dem Putschversuch suspendiert oder entlassen worden, mehr als 50.000 Menschen werden in Untersuchungshaft gesperrt.

Erdogan hat das Jahr seit dem Putsch genutzt, um das Land umzukrempeln und seine Macht auszubauen.
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Erdogan hat das Jahr seit dem Putsch genutzt, um das Land umzukrempeln und seine Macht auszubauen.

Die Putschisten, die ihn stürzen wollten, haben das genaue Gegenteil erreicht:
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Die Putschisten, die ihn stürzen wollten, haben das genaue Gegenteil erreicht:

Erdogan sitzt inzwischen noch tiefer im Sattel - und das Land ist gespalten wie nie zuvor.
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Erdogan sitzt inzwischen noch tiefer im Sattel - und das Land ist gespalten wie nie zuvor.