DVD

GoT-Star Emilia Clarke "Der Tod ist absolut ungewiss"

(Foto: Ascot Elite Entertainment)

Seit dem Tod der Mutter spricht Jacob kein Wort mehr. Deswegen stellt der Vater des Jungen eine Krankenschwester an. Doch als die versucht, sich das Trauma des Kindes zu erschließen, bricht der Wahnsinn los. So in etwa beginnt die Geschichte von "Voice of the Stone". Emilia Clarke spielt in dem Film die Hauptrolle. Bekannt vor allem für ihre Rolle der Daenerys Targaryen in der Fernsehserie "Game of Thrones" bewegt sich die 30-jährige Britin hier in ungewohnt düstereren Gefilden. Mit n-tv.de hat sie über die Faszination Tod gesprochen - und über Wodka vor Sexszenen.

n-tv.de: Ein Horrorfilm, Frau Clarke. Damit hätte man bei Ihnen ja nicht unbedingt gerechnet. Hatten Sie Lust, Ihre Fans mal ordentlich zu erschrecken?

Emilia Clarke: Ehrlich gesagt, mich hat der Horror-Teil gar nicht so sehr interessiert. In der Geschichte steckt so viel mehr. Ich liebe Alfred Hitchcock. Seine Filme sind Horrorfilme, aber sie sollen den Zuschauer nicht einfach nur erschrecken. Sie verhandeln Gesellschaft und die menschliche Spezies. Diese Elemente faszinieren mich und "Voice from the Stone" besitzt sie. Ich musste sofort an "Rebecca" (Hitchcock-Film aus dem Jahr 1940; Anm. d. Red.) denken.

In "Voice from the Stone" schweigen die Toten nicht. Haben Sie eine abergläubische Ader und können sich Kommunikation mit dem Jenseits vorstellen?

Wenn ein Mensch stirbt, hinterlässt er meist jemanden, der ihn geliebt und für ihn gesorgt hat. Ich glaube, dass ein Teil des Toten in denjenigen zurückbleibt, die ihn verlieren. Menschen nehmen das auf unterschiedliche Weise wahr. Manche sehen die verstorbene Person, andere hören sie und wieder andere glauben, Nachrichten von ihr zu erhalten. Jeder Mensch hinterlässt Spuren, wenn er diese Welt verlässt. Wenn man wirklich daran glaubt, dass es sich dabei um Kommunikation im herkömmlichen Sinne handelt, wird der Dialog mit dem Jenseits Wirklichkeit. Manchmal ist es aber auch einfach die Erinnerung, die bleibt. In jedem Fall sagt die Deutung mehr über denjenigen aus, der bleibt, als über den, der gegangen ist.

Wie ist denn aber Ihre ganz persönliche Sicht darauf?

Nur eine Sache lässt sich mit Sicherheit über den Tod sagen: Er ist absolut ungewiss. Niemand kann irgendetwas beweisen.

Die Krankenschwester Verena soll sich in "Voice from the Stone" um den Jungen Jacob kümmern.

Die Krankenschwester Verena soll sich in "Voice from the Stone" um den Jungen Jacob kümmern.

(Foto: Ascot Elite Entertainment)

Haben Sie sich als Teenager mal an Gläserrücken und solchen Sachen versucht?

Aber selbstverständlich! Das Jenseits ist faszinierend. Die Menschen werden immer etwas darüber erfahren wollen. Als junger Mensch probiert man so etwas wohl auch, um eigene Schlüsse aus der Ungewissheit zu ziehen. Ich glaube allerdings, dass die Frage nach dem Tod die Menschheit bis in alle Ewigkeit beschäftigen wird. Deswegen ist es auch so interessant, Geschichten zu erzählen, die sich genau um dieses Phänomen drehen.

Den meisten Menschen sind Sie durch Ihre Rolle der Daenerys Targaryen in der Fernsehserie "Game of Thrones" bekannt. Die neue Staffel startet am 16. Juli. Können Sie Fans der Show schon einen Appetithappen hinwerfen?

(lacht) Es wird befriedigend für die Zuschauer sein - auf ganz verschiedene Arten. Einige Fragen, die Fans seit Langem haben, werden beantwortet. Mehr darf ich nicht verraten.

Dann müssen Sie eben Stellung zu etwas anderem beziehen. In der Vergangenheit haben Sie Wodka als kleinen Helfer bei Sexszenen, Whisky fürs Runterkommen nach emotional aufwühlenden Drehtagen genannt. Ich hätte Sie gar nicht für ein Party-Girl gehalten …

Oh Gott (lacht)(hält inne und überlegt) … Ich drehe nicht oft Sexszenen und nicht jeder Tag am Set ist hart. Ich würde mich also definitiv nicht als Party-Girl bezeichnen. Dafür arbeite ich einfach zu viel. Manchmal träume ich davon, ein Party-Girl zu sein, aber das Leben lässt mich nicht.

Mit Emilia Clarke sprach Anna Meinecke.

"Voice from the Stone - Ruf aus dem Jenseits" bei Amazon bestellen oder bei iTunes downloaden

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema