Unterhaltung

Promi Dinner - Dschungel-Spezial "Wie ein Mensch zweiter Klasse"

Da war die Stimmung unter den fünf Dschungel-Kandidaten noch gut.

Da war die Stimmung unter den fünf Dschungel-Kandidaten noch gut.

Alles hätte so schön sein können: Man kocht, plaudert über Schubidu-Themen und zwitschert einen. Doch Honey killt die Stimmung. Der Möhrenanlecker provoziert und - grinst.

"Wir haben sone Welt, die voller Konflikte ist, alle Menschen sind im Krieg miteinander und es gibt immer 'ne Chance zu verzeihen", versucht Majowksi mit Friedenstauben-Blick den Streit auf der Wess'schen Türschwelle zu schlichten.

Aber dieses Mal wird nicht verziehen: Honey hat Hausverbot und darf dem Promi-Dinner in der elterlichen Fulda-Butze nicht beiwohnen. Er wird weder Floris Vater noch dessen eineiigen Zwillingsbruder zu Gesicht bekommen und sich auch nicht auf der stylisch pocco-domänisch anmutenden Sofa-Landschaft lümmeln.

Dabei hat alles so schön gezwungen resthöflich begonnen. Was ist bloß geschehen?

Die Verwurstungs-Maschinerie der Dschungelcamper läuft wie am Schnürchen: Honey absolviert Sauna-Aufgüsse und eröffnet Möbelhäuser, Gina-Lisa und Flo singen bei Edeka Playback, Nicole Mieth will seriös bleiben und Markus Majowski hat kein einziges Mal mehr mit einer Anzeige gedroht.

Zwischendurch gibt es lukrative Jobs wie die Teilnahme am "Perfekten Promi Dinner" und so beginnt der erste Teil des "Dschungel-Spezials" mit einer Premiere: Nicole Mieth kann sprechen.

Grüne Küchen und Studentenbuden

Während des Dschungels wurde von der süßen Zahnlücke ja feisterweise das ganze oscarreife Material rausgeschnitten, dabei ist die Nicole mehrfach ums Feuer gehopst und ist im echten Leben richtig "hibbelig".

Das skatboardfahrende Playboyhäschen muss zwar "darauf achten, nicht in die Trash-Schiene abzurutschen", aber die Teilnahme an einer Kochsendung ist ja "High Class". Achtung +++ Breaking News +++ Mieths Küche ist grün +++ Kein schnarchiger Baumarkt-Lack +++ Echter Porsche-Lack! Porsche-Grün! ...Und nur ein winziges bisschen hässlich.

In hibbeliger Wartezimmeratmosphäre wird für die Gäste "Flädlesuppe mit Herrgottsbescheißerle" und ein "Schwäbisches Nationalgericht" aufgetischt.

Gina-Lisa würzt zwar ständig nach, aber das ist "so ein Tick". Die Futterluken sind weit geöffnet und alle sind größtenteils angetan – vor allem von Mieths Wohnung mit Blick über Stuttgart. Wow, dieses Stuttgart! Erst recht an Silvester - ein Träumchen.

Dies ist auch die fremde dekadente "Studentenbude", in der Honey seine Gäste bewirtschaftet. Warum gewährt Keen keinen Eintritt in sein eigenes Reich? Reminiszenzen an Menderes' halbleeres Appartement werden wach. Doch der Grund für die Auslagerung ist so schlicht wie der Gastgeber selbst: "Fridolin, der Kumpel, dem die Wohnung gehört, hat einen großen Tisch."

Der Mann des Flachwitzes, der nebenbei gern Klassik hört, kommt nur leider weder mit dem Herd klar noch kann er sich merken, wie die Speisen, die er kredenzen möchte, überhaupt heißen. Aber egal, neben Honey steht Fanny – die Küchengehilfin.

Es gibt so "Angeber-Gedöns" wie "Belugalinsen und Gemüsepfanne an Quinoa" und - eine rohe Möhre für Flo. Kleine Provokation. Süßes Phallussymbol. "Extra ungewaschen, haha, witzig", sagt Flo zu dem persönlichen Affront. Darauf Gina-Lisa: "Ich glaub, der ist schwul, der schaut dich immer so an!" Tatsächlich ist Honey der Meinung: "Wahre Liebe gibt es nur zwischen Männern".

"Wenn ich Bundeskanzler wäre..."

Während die Gäste sich an der Oberflächlichkeit des Krupphusters aufreiben, schmiedet der eifrig Zukunftspläne: "Wenn alle Stricke reißen, will ich in die Politik. Und wenn ich Bundeskanzler wäre, würde ich die Wehrpflicht wieder einführen, dafür stehe ich mit meinem Namen." Und was sagen die Gäste zum Politiker in spe? "Ich schäme mich für ihn", beichtet die Mieth'zekatze leicht verhuscht, aber hey, dafür mag Honey sehr gern Käse-Lauch-Suppe!

Zu den Frankfurter Wirten gehört auch der sensible Frodo Majowski. Der Theaterspieler, der auch "gaga gaga" sein kann, lädt in eine Gästewohnung ein und lässt die Menüs von einem ihm vertrauten Sternekoch zaubern: "Ligurischer Salat mit Gambas, Seeteufel auf Safranrisotto", zum Dessert gibt’s irgendwas Potenzsteigerndes. "Ich hab mal Viagra genommen, weil ich wissen wollte, wie es ist", verrät Walle-Locke Gina-Lisa dem Ex-Vorsitzenden der Dschungelgewerkschaft.

Es wird ein bisschen gegackert, über Schubidu-Themen geplaudert, nachgewürzt und den Koch gelobt. Und immerhin hat der Markus ja auch was getan und zwar die Paprika geschält.

Weil alles so herrlich flachpinselig läuft, macht man noch ein paar Selfies, die liebt die Gina-Lisa nämlich sehr. Wie das geht, hat sie sich bei Kim Kardashian abgeschaut: "Die einzigen Bücher, wo ich hab, sind beide von Kim Kardashian. Da steht gar nix drin!"

"Alles nur PR!"

Aber zum Kochen braucht man ja zwangsläufig auch kein Buch, und dass die Gina-Lisa kochen kann, würde sie auch Honey gern beweisen. Nur leider hat der Medien-Molch in einer stressigen Minute La Loths Visagistin angepöbelt. "Voll arrogant, sie hat geweint", sagt das Model unter Tränen und weiter: "Voll schlimm war das." Florian ergänzt: "Er hat sie behandelt wie ein Mensch zweiter Klasse."

Resultat: kein Kürbis-Süppchen und "selber fertig gekauften veganen Rollbraten" für Honey im Hause Wess. Während Nicole das Hausverbot "echt heavy" findet, sagt Honey: "Das ist doch nur PR! (Versierter Honey-Sprech: Piii Arrr)." Herrlich weltenthoben ergänzt der Visagisten-Anpöbler: "Dadurch werde ich nur noch bekannter!"

Die Gaumensause gewonnen haben übrigens Paprikaschäler Majowski und sein Berlinale-Koch.

Quelle: n-tv.de


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