Unterhaltung

"Promi Big Brother" - Auftakt Von Spermafrauen und Lümmelliebhabern

Nur leicht verwirrt - Evelyn

Nur leicht verwirrt - Evelyn

"Promi Big Brother" ist zurück und damit 12 Schlagzeilensurfer auf engstem Raum: Alles, wirklich alles ist vertreten - sogar eine Sperma produzierende Dame. Achtung, Achtung, Sie müssen jetzt sehr stark sein!

"Ich kam auf die Idee, mir mit Farbe gefüllte Eier in meine Vagina zu stecken und auf eine Leiter zu klettern. Da oben drauf, presse ich sie raus und lasse sie platzen", sagt "Vagina-Künstlerin" Milo Moiré, die perfomancemäßig über Europas Bürgersteige schlawinert und sich für "die Selbstbestimmung der Frau" am Döschen tätscheln lässt. Mumu-Milo, die ein bisschen aussieht wie die junge Patti Smith, ist eine von 12 staubflusengroßen putzigen Promis, die sich in den kommenden Tagen freiwillig siebenundneunzig Millionen Kameras in ihre Hintern scheinen lassen.

Deutschlands bekloppteste WG lädt wieder zum Lästern und Staunen ein und natürlich ist es am Anfang alles ein bisschen viel und der Zuschauer, der eigentlich unentwegt bechern müsste, um keinen seelischen Schaden von diesem Format zu nehmen, fragt sich: Wer sind all diese Fluppenabhängigen, die da "ins Nichts" eintauchen?

Frauenkämpferin Milo

Frauenkämpferin Milo

Das scheinen auch die Moderatoren Schropp und Bendel, genannt, die "Jochis" zu denken, die sich an ihren gescripteten Witzkarten festbeißen wie an einem Zwieback.

"Würde ficken": Nicht mit Sarah Kern

Man muss sie aber auch erstmal verdauen, all diese großen Nummern des Show-Business wie die neuerdings brünette Teleshopping-Tünnef-Ikone Sarah Kern, die als Erste "ins Nichts" einzieht und die TV-Butze echt "scary" und "creepy" findet. Und dann das: Jeder WG-ler darf nur zehn Dinge mit in den Bau nehmen - "Echt jetzt, seriously?" - Bitte, Sarah, du trägst "so viel Liebe in dir", lass jetzt bloß nicht deine "Würde ficken"!

Auch für Elvers Ex-Stenz Steffen von der Beeck ist der Einzug eine Frage der Würde. Der "Menschenfreund" und (ha ha ha) Psychologe stellt sich lautmäßig als "Ich bin der Ex-Verlobte von Jenny Elvers" vor und legt sich sofort mit Ballermann-Auftreter Willi Herren an. Man kriegt es unverzüglich mit der Angst zu tun, "der Mann mit der Maske" könne gleich beginnen, von sich in der dritten Person zu sprechen.

Herr Herren und sein Psychologe

Herr Herren und sein Psychologe

Apropos Masken: Zwei Drittel aller Damen sehen aus wie eine Blaupausenmischung aus Dolly Buster und Gina-Lisa: blond gefärbte Loden, überall Botox, Filler in der Gusche, hochgeschraubte Melonenmöpse, schlimmste Fake-Wimpern vom Discounter. Zum Glück zieht mit "Ghettofaust" Sarah Knappik eine "bekennende Buddhistin" "ins Nichts".

"Zuflucht bei den Tieren"

Nach und nach trudeln sie ein - die Promis: "Alpha-Tierchen" Jens Hilbert, der nach eigener Aussage als Kind "Zuflucht bei den Tieren gesucht hat", Lümmelhosenliebhaber und Smoker vom Dienst, Willi Herren, "Eis am Stiel"-Schlüpferstürmer Zachi Noy, Botox-Girl Maria "Yotta" Hering, (die vergessen hat, den Boxer-Mundschutz rauszunehmen), der herzliche "Alle Menschen brauchen Liebe"-Verfechter Eloy de Jong und noch ein paar andere mit Mondos wedelnde Menschlein, die man bei dem ganzen Gekreische aber nicht mehr auf dem Schirm hat.

Natürlich will in dem bumsfidelen Schuppen jeder die für sich kostbare Sendezeit abzwacken. Eine davon ist die "hammerhübsche" Bachelor-Rausgepfefferte Evelyn Burdecki, die beweist, dass man ohne Hirn tatsächlich noch ewig überleben kann.

Ghettofaust Sarah - oh, ey, Altaaa!

Ghettofaust Sarah - oh, ey, Altaaa!

Hier eine Kostprobe feinster Burdecki-Geistesblitze:

"Ich will so berühmt werden wie Verona Pooth, die Stimme hab ich schon mal."

"Fußfetischisten wollen mir Taschen kaufen."

"Ich rede ganz viel gerne."

"Duellieren? Was heißt das: duellieren?"

"Zur Familienbefruchtung gibt der Mann sein Sperma und die Frau ihr Sperma." (zu Eloy, als er über die Zeugung seiner Tochter spricht.)

"Wenn ich schwul wäre, würde ich auch mein Sperma geben."

Im Vergleich zu diesen prosaischen Versen fährt Sarah Knappik - auch nicht schlecht - die nicht weniger onomatopoetisch klingende dadaistische Kurt-Schwitters-Schiene. Aufpassen, es folgt ein lyrisches Quartett!

"Ey, Ey, Ey, Ey,

Ey, Ey, Ey,

Ey, Ey, Ey, Ey

Boahr, Aaalta"

Die WG hockt beim Auftakt bereits seit 48 Stunden in diesem "Nichts" aufeinander. Sie schlürfen Wasser aus dem Klobürstenhalter, kaspern ab, ob man im Stehen oder Sitzen pinkelt, rauchen wie dreihundert Kohlekraftwerke und fechten erste Hahnenkämpfe aus. Sie kreischen, gackern, bauchpinseln einander und quieken wie neugeborene Ferkel. Es ist noch viel Adrenalin drin, in diesen niedlichen Gesichtsbaukästen.

Bis die erste Entgiftung vom Alltag und all seinen bösen Substanzen aus den hibbeligen Körpern fleucht, spielt man ein paar "Ballaballa"-Spiele und träumt von einem lukrativem Leben im "Alles". Status Quo nach Show Nummer Eins: Die erste Ego-Polonäse ist getanzt. Es ist noch sehr viel Luft nach oben.

PS.: Was macht eigentlich Krupphuster Honey?

Quelle: n-tv.de


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