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"Po-Grapscher"-Prozess Taylor Swift erringt ersten Sieg vor Gericht

Taylor Swift vor Gericht im Gespräch mit ihrem Anwalt. Hinten links ist David Mueller zu sehen.

Taylor Swift vor Gericht im Gespräch mit ihrem Anwalt. Hinten links ist David Mueller zu sehen.

(Foto: picture alliance / Jeff Kandyba/)

US-Sängerin Taylor Swift streitet sich vor Gericht mit Moderator David Mueller, der sie begrapscht haben soll - und erzielt einen Erfolg: Sie ist nicht dafür verantwortlich, dass Mueller seinen Job verlor, sagen die Richter. Doch das ist noch nicht das Ende des Prozesses.

Im sogenannten "Po-Grapscher"-Prozess hat Popstar Taylor Swift einen Teilerfolg erzielt. Ein Richter in Denver hat die Klage von Moderator David Mueller gegen Swift abgewiesen. Der ehemalige Radio-DJ hatte Klage gegen die US-Sängerin eingereicht, weil er wegen ihrer Vorwürfe der sexuellen Belästigung seinen Job beim Lokalradio-Sender Kygo in Denver verloren haben soll. Mueller machte Swift für das Ende seiner gut bezahlten Karriere verantwortlich und forderte von ihr wegen bisheriger und künftiger Verdienstausfälle drei Millionen Dollar. Das sind rund 2,5 Millionen Euro.

Das Gericht jedoch entschied, Swift sei nicht für Muellers Entlassung verantwortlich. Der Kläger habe den Vorwurf, Swift habe seinen Rauswurf provoziert, nicht belegen können.

Swifts Prozess gegen den 51-jährigen Mueller ist indes noch im Gange. Die Songwriterin wirft dem Radio-Moderator vor, ihr im Juni 2013 bei einer Fotosession während eines kurzen Backstage-Besuchs vor einem Konzert unter den Rock gegriffen und ihren Po begrapscht zu haben. Am Donnerstag sagte sie selbst aus. "Er hat meine blanke Pobacke umklammert gehalten", bekräftigte Swift auf Nachfrage des Richters. "Ich habe gefühlt, wie er unter meinem Rock nach meinem Hintern fasst." Es sei auf jeden Fall ein Grapschen gewesen, "ein sehr langes Grapschen".

Am Freitag hatte Swifts ehemaliger Leibwächter Greg Dent ausgesagt, er habe gesehen, "wie der Rock hochging" und wie Muellers Hand darunter verschwand. Die Sängerin habe den Rock heruntergezogen und sei in Richtung von Muellers Freundin weggegangen.

Swift fordert die symbolische Summe von einem Dollar und, dass im Urteil die Verantwortung Muellers anerkannt wird. Die 27-Jährige will mit dem Prozess anderen Frauen Mut machen, ebenfalls für ihre Rechte einzustehen. Die Schlussplädoyers werden für Montag erwartet.

Quelle: n-tv.de , asc/dpa/spot

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