Unterhaltung

Fall Harvey Weinstein Polizeibehörden untersuchen Sexvorwürfe

Während Harvey Weinstein noch auf eine "zweite Chance" hofft, ermitteln offenbar mehrere Polizeibehörden gegen den Ex-Hollywoodmogul. In New York soll es dabei um den Vorwurf der Vergewaltigung gehen.

Der bis vor Kurzem mächtige Hollywoodmogul Harvey Weinstein versinkt immer tiefer im Sumpf seines Sexskandals. Nach dem Rauswurf durch sein eigenes Filmstudio sieht sich der 65-Jährige nun auch mit polizeilichen Untersuchungen in New York sowie offenbar auch in London zu den Missbrauchsvorwürfen konfrontiert. Weinstein hatte noch am Mittwoch die Hoffnung geäußert, dass ihm eine "zweite Chance" gegeben werde.

Die Polizei in New York geht nach eigenen Angaben einem Vorfall aus dem Jahr 2004 nach. Details wollte ein Polizeisprecher nicht nennen. Nach Informationen der "Daily News" soll es um den Fall einer Frau namens Lucia Evans gehen, die Weinstein der Vergewaltigung beschuldigt.

Video

Das Magazin "New Yorker" hatte am Dienstag über Evans berichtet, die nach eigener Schilderung im Jahr 2004 auf einen Einstieg in den Schauspielberuf hoffte und von Weinstein in das New Yorker Büro des Filmstudios Miramax eingeladen wurde. Dort sei der Produzent über sie hergefallen und habe sie zum Oralsex gezwungen, hieß es.

Sexuelle Attacke in London?

Die Polizei in London teilte unterdessen mit, sie gehe einer mutmaßlich in den achtziger Jahren in London verübten sexuellen Attacke nach. Auch die Polizeibehörde der englischen Stadt wollte keine näheren Informationen herausgeben. Nach Informationen der britischen Nachrichtenagentur PA geht es auch in diesem Fall um Vorwürfe gegen Weinstein.

Laut "New Yorker" beschuldigen neben Evans noch zwei weitere Frauen den Mogul der Vergewaltigung. Bei einer von ihnen handelt es sich demnach um den italienischen Filmstar Asia Argento. Darüber hinaus werfen zahlreiche Frauen dem Produzenten sexuelle Belästigung vor, die meisten von ihnen sind Schauspielerinnen und Models.

Unter den Frauen, die sich als Weinstein-Opfer geoutet haben, sind absolute Topstars wie Gwyneth Paltrow, Angelina Jolie, Ashley Judd und Léa Seydoux. In einer Reihe von Fällen soll Weinstein Frauen mit Geldzahlungen zum Stillschweigen gebracht haben.

Viele der geschilderten Übergriffe sind inzwischen verjährt, da es sich nach der Gesetzeslage um kleinere Delikte handelt. Anders verhält es sich unter Umständen bei Vergewaltigung. Diese Straftat verjährt beispielsweise nach den in New York geltenden Gesetzen nicht.

Quelle: n-tv.de , bad/AFP

Mehr zum Thema