Unterhaltung

Dschungelcamp - das Nachspiel Hustet Honey bald in SAW VIII ab?

Von Verena Maria Dittrich

Wie sieht das Leben nach dem Dschungel aus?

Wie sieht das Leben nach dem Dschungel aus?

Honey ist scharf auf Sonjas Job, Kader heiratet und Jenser wähnt sich als Bachelor. Der Dschungel hat ein kleines kasallisches Nachspiel, bei dem plötzlich einer glänzt, der dieses Jahr gar nicht dabei war - der Legator.

"Schon allein der Name - 'Honey': Ich heiße ja auch nicht 'Marmelade' oder 'Nutella'", regt sich die Queen Mom des deutschen Trash-TV in ihrer "Kaderlyse" über den Plemplem-Namen des Dauergrinsers vom Dienst auf. Nach diesem Dschungel-Nachspiel werden wir erneut wissen - absolut zu Recht.

Zwei Wochen Gefühlsporno liegen hinter uns - Zeit, um mal nachzuhaken, wie es den Hanka-Geplagten inzwischen so ergangen ist. Wer hat die dicksten Deals abgesahnt? Wer darf demnächst bei einem Möbelhaus seiner Wahl die Regale abstauben? Und ist das Leben in Freiheit wirklich so, wie man es sich nach dem TV-Knast erträumt hat?

Ja, es war "actually" viel los in den ersten Tagen, aber nun haben die Pimmelspachtler Zeit gefunden, um über ihre Projekte zu plaudern. Ist aber auch schön, so ein Wiedersehen mit "Rauchmelder" Icke und Pullertante Hanka, und all den anderen, die einem so dermaßen ans Herz gewachsen sind, dass man, als die zwei Wochen rum waren, mindestens drei tiefe Kippenzüge intensiv darüber nachdachte, ob ein Leben ohne Dschungel denn überhaupt noch lebenswert ist.

Broncho-Honey bald in Hollywood?

Umso schöner ist dann natürlich ein Wiedersehen mit Honey, der Mann, bei dem einem die Vorstellung, ihm die verteerten Lungen samt Bronchien rauszureißen und vor seinen Augen in der Pfanne zu brutzeln, "actually" ein High-Class-Vergnügen bereiten würde. Macht der sprechende Schleimbeutel doch tatsächlich gleich wieder auf dicken Hals und sagt, er möchte jetzt Moderator werden und Sonjas Part im Dschungel übernehmen. Zu wie viel Prozent hat der Typ das falsche Zeug geraucht?

Das fragt man sich auch bei Fräulein Menke, die nach wie vor gegen Meisen-Hanka stänkert: "Naja, ich fand schon toll, wie du die Prüfungen gemeistert hast", sagt sie ihr feist ins desinfizierte Gesicht: "Aber ich wollte eben auch keine Ekelbilder von mir im Internet. Das kannst du ja jetzt leider nicht mehr behaupten."

Für die Show haben sich alle Camper fein rausgeputzt und plaudern, mal alleine, mal in Grüppchen mit Sonja und Daniel über die Zeit vor und nach dem Dschungel. Kurz jedoch ist der Zuschauer komplett tittnotisiert: Sarah Joelle, die beim Baumkronen-Wiedersehen noch groß und breit flötete, künftig durch Seriosität, Schauspiel und Stimme und nicht mehr durch halbe Nackttritis zu punkten, hätte man auch direkt auf die Oranienburger Straße in Berlin-Mitte verfrachten können - wäre keinem aufgefallen.

Aber es kann ja auch nicht jeder so ein "bewundernswertes Selbstvertrauen" wie Honey haben. Welch Glück: Es wurde ihm "in die Wiege gelegt". Mit eben diesem möchte er auch, wenn er sich nicht gerade als Vollhorst bei irgendwelchen Sauna-Eröffnungen in Posemuckel mit Schneckenkacke einreibt, gern den "amerikanischen Markt" erobern. Ziel natürlich - Hollywood. Erste und vermutlich letzte Hauptrolle: Abhuster in SAW VIII.

Hanka - die Männer-Unterdrückerin

Auch ein großes Thema im "Dschungel-Nachspiel" ist Hankas Pipi-Gate. Flori, der auspackt, wie sehr das Zwangsjäckchen "alle Männer dominiert und unterdrückt hat", kann noch immer nicht glauben, dass sie wirklich in den Weiher gepullert haben soll. Hanka selber verneint zwar, kann aber auch nicht garantieren, dass sie sich nicht doch erleichtert hat. Zu wie viel Prozent war der Zwang schuld?

Ein wenig dröppelt die Show zwischenzeitlich dahin und der Zuschauer verpasst nicht wirklich viel, wenn er selbst kurz das Plumpsklo aufsucht. Es gibt ein paar Ranking-Spiele zu Fragen wie: Wer ist der Attraktivste, wer der Schlauste, wer die schlimmste Spottdrossel?

Dabei überschätzt Honey sich quasi pausenlos selbst und seine Sympathiewerte sausen mit jedem weiteren Grinsen in jenen Keller, in dem sich Hanka gern überrumpeln und pimpern lassen würde. Beim Kohlen holen. Wenn da plötzlich einen dieses Gefühl überkommt. Öööhchoo, Ooochhöö.

So darf der Zähne-Blecker die Show sogar kurz moderieren und ist ungefähr so erfolgreich, wie der Nachbar, der letzte Nacht im Vollsuff ins Treppenhaus gereihert hat.

Für einige Camper scheint sich die Dschungel-Verwurstung zu lohnen. "The regels are the regels"-Marc hat eine neue Single auf dem Markt und Flo hat seinen Bruder wieder lieb: "Dass Honey deinen Brief vorgelesen hat, tut mir voll leid", sagt Bro Flo, woraufhin "Marius" beim ersten Treffen nach hundert Jahren so herzallerliebst in Tränen ausbricht, dass man ihm auf der Stelle ein Taschentuch reichen möchte, das er, wenn es vollgeschnäuzt ist, Honey um den Hals legt und - ach so, zugezogen werden darf ja nicht, sonst gibt es keinen Hollywood-Honey. Schade. Beim Tatort suchen sie übrigens öfter mal Filmleichen.

"Ne 3 ist mehr als wie ne 1 für mich"

Einer aber ist richtig richtig glücklich, aus dem Dschungel raus und bei Mutti wieder rein zu sein: der Jenser. Mit Kartoffeltränen und etwas schmaler auf der Brust überreicht er seiner Liebsten ein paar fleuropsche Rosen und befürchtet: "Hoffentlich sehe ich nicht aus wie der Bachelor." Das Camp für Jens - ein Gewinn. "Ich war von Zwölfen sechster. Das wäre in der Schule ne 3. Ne 3 ist mehr als wie ne 1 für mich." Dankbar im Leben ist der, für den der 6. Platz genauso viel wert ist wie ein Weltmeistertitel.

Den hat sich übrigens auch der Legator verdient, der mit seinen verhaspelten Kommentaren aus dem Off so glänzt, dass es den Zuschauer glatt nach einem neuen Camp mit Legat, der Fürstin der Finsternis und Honey dürstet. "Da hat ein Wellensittich ja an der Kniescheibe mehr Muskeln als du", sagt er etwa in Anspielung auf Honeys dauerentzündeten Hals.

Enterbrainment gibt’s auch von Kader: La Loth heiratet. "Es ist ja nicht das Ende der Welt, man kann sich ja auch wieder scheiden lassen", sagt sie all jenen, die beim Wort Ehe kurz schnappatmen.

Und Icke? Ja, was soll man zu Icke sagen? Er war halt auch dabei, irgendwo ganz hinten, hinter Markus "Bates" und der niedlichen Zahnlücke, Nicole.

Zum Schluss wurden neben News und Karriereplänen ein paar Geheimnisse der Stars gelüftet. So grub etwa Gina-Lisa ihr totes Meerschweinchen noch einmal aus. "Aber warum nur?", will Sonja wissen. Darauf das gutmütige Staubflusen-Hirn: "Na weil's tot war!"

Quelle: n-tv.de


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