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"Die Höhle der Löwen" Heute schon gefluxt?

Ralf Dümmel ist der einzige Löwe, der dem "Fluxbag" mehr als nur ein Lächeln abgewinnen kann.

Ralf Dümmel ist der einzige Löwe, der dem "Fluxbag" mehr als nur ein Lächeln abgewinnen kann.

(Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer)

Luftpumpenhersteller, Automobilclubs und Zuckerbrause-Panscher sollten sich schon mal warm anziehen. Aus den Erfinder-Kellern der Republik schleichen sich vielversprechende Alternativen in Richtung Tageslicht.

Was braucht der Mensch? Was fehlt im Leben? Wo holpert es im Alltag? In der Löwenhöhle sitzen die Investor-Giganten wieder auf heißen Kohlen. Was werden Deutschlands High End-Erfinder und Hobby-Pioniere in der zweiten "Die Höhle der Löwen"-Folge präsentieren? Frank Thelen, Judith Williams, Carsten Maschmeyer, Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel sind gespannt wie Flitzebögen.

Die vier Fußball-Junkies Kai Hörsting, Nicolo Incorvaia, Michael Schreiner und Michael Schweizer aus dem beschaulichen Kirchheim unter Teck können es auch kaum erwarten. Sie sind heute die ersten "Anbieter" und zaubern der fußballverrückten Dagmar Wöhrl bereits nach wenigen Sekunden ein begeisterndes Lächeln ins Gesicht: "Ich bin in meiner Familie umgeben von Fußball-Fanatikern", jauchzt die Neue im Löwenrudel. Die Euphorie hält aber nicht lange an. "Ach, hier geht es um eine App? Davon habe ich leider keine Ahnung." Auch der Rest der Löwenbande hält nicht allzu viel von der digitalen Mannschaftskasse namens "TeamWallet". Aber die baden-württembergischen Rasenakrobaten und Digi-Tüftler – allen voran "Capitano" Michael – lassen nicht locker. Frank Thelen zeigt sich beeindruckt und belohnt den Kampfeswillen des Rundleder-Quartetts mit einer freundschaftlichen Kollektiv-Umarmung und dem ersten Deal des Abends.

So macht man sich in der Löwenhöhle keine Freunde

Auch Jenny Fischer und Janusz Hermann haben Hummeln im Hintern. Sichtlich aufgeregt stehen die beiden Tattoo-Nerds vor den neugierigen Löwen und hoffen auf ein Investment in Höhe von 300.000 Euro. Aber die Damen und Herren Dümmel, Williams und Co zeigen sich eher unbeeindruckt von der entwickelten Tattoo-Pflegeserie der beiden wandelnden Kunstwerke. Als im Laufe der Präsentation auch noch herauskommt, dass sich Janusz und ein zweiter Firmenteilhaber satte 95 Prozent der Firmenanteile teilen, ist der Ofen endgültig aus. Magere fünf Prozent für die Impulsgeberin des Ganzen? Frank Thelen zieht die Augenbrauen zusammen: "Das ist Jenny gegenüber nicht fair", wettert der Start-Up-Guru. Janusz windet sich in Erklärungsversuchen. Jenny zuckt nur mit den Achseln. So macht man sich in der Löwenhöhle natürlich keine Freunde. Die Nächsten, bitte!

Für Jens und Lukasz aus Leipzig sieht es zunächst auch nicht gut aus. Die beiden Lebenskünstler und Hobby-Düsentriebs haben mit ihrem "Fluxbag" zwar eine innovative Erfindung am Start. Aber in puncto Kommunikation und Business-Know-How hapert es bei den Sachsen noch an allen Ecken und Enden. Ralf Dümmel ist der einzige Löwe, der dem praktischen Luftpumpenersatz mehr als nur ein Lächeln abgewinnen kann. Fluxen statt blasen? Das riecht für Dümmel nach Geld. Der DS-Chef schlägt ein.

"Fluxbag": fluxen statt blasen.

"Fluxbag": fluxen statt blasen.

(Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer)

Nach dem Blasen wird abgeschleppt

Nach dem Blasen wird abgeschleppt. Die "Fluxbag"-Erfinder sind noch keine zwei Sekunden zur Tür raus, da stehen bereits die nächsten Entwickler auf der Löwen-Matte. Frank Heck und Santosh Satschdeva wollen mit ihrer "Myschlepp-App" den nationalen Abschlepp-Markt revolutionieren. Alle Anwesenden sind begeistert. "Ein echter Problemlöser", applaudiert Judith Williams. Auch Frank Thelen reibt sich die Hände, prophezeit aber "einen Arsch voll Arbeit." Aber von nichts kommt nichts. Und so macht schickt Frank das erste Angebot ins Rennen. Carsten Maschmeyer ist ebenfalls angetan und zieht nach. "Könntet ihr beiden nicht irgendwie zusammen …?", fragt Santosh. Klar, warum nicht? Nach einem kurzen Austausch steht das Maschmeyer/Thelen-Angebot – allerdings zu brisanteren Konditionen. Nun haben die Abschlepper die Qual der Wahl. Im Raum stehen drei Deal-Vorschläge von zwei Investoren: Was tun? Frank übernimmt das Entscheidungsruder und reicht Carsten Maschmeyer die Hand. Next Deal.

"Helga": Limonade auf Algenbasis.

"Helga": Limonade auf Algenbasis.

(Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer)

Nach zähen Verhandlungen mit App-Vertretern, Tattoo-Liebhabern und Blasebalg-Halbprofis haben alle Löwen trockene Mäuler. Kein Problem: Renate Steger, Anneliese Niederl-Schmidinger und Ute Petritsch stehen sofort Gewehr bei Fuß und präsentieren den durstigen Investoren ihre schmackhafte "Helga". Die ist flüssig, gesund und … lecker? Dagmar Wöhrl verzieht das Gesicht. Die Familienunternehmerin hat es nicht so mit Limonade auf Algenbasis. Auch Carsten Maschmeyer ist skeptisch. Frank Thelen und Judith Williams sind ebenfalls not amused. Ralf Dümmel hingegen ist restlos begeistert: "Ich biete euch 375.000 Euro für 23 Prozent eures Unternehmens", schallt es durch die Höhle. Renate, Anneliese und Ute springen vor Freude in die Luft: "Ja! Super! Algen für alle!", jubeln die Österreicherinnen. Endlich wird ungesunden Zuckerbrausen der Kampf angesagt. Cola, Fanta, Sprite: Zieht euch warm an! Die "Helga" ist im Anmarsch. Na dann Prost!

Quelle: n-tv.de

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