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Bekannter Promi-Stalker ESC-Flitzer droht Gefängnisstrafe

(Foto: Twitter/@for_takeaway)

Er sprang auf die Bühne und zeigte beim ESC-Finale einem Millionenpublikum seinen nackten Hintern: Der Mann ist kein Australier und auch kein Unbekannter. Ihm könnte eine harte Strafe drohen.

Der Flitzer mit dem nackten Hintern unter der Australienflagge beim Finale des Eurovision Song Contest (ESC) in Kiew ist gar kein Australier, sondern ein Ukrainer. Es soll sich um den bekannten Ex-Journalisten Vitali Sedjuk handeln, wie verschiedene Medien übereinstimmend berichteten. Auch der ESC-Veranstalter, die European Broadcasting Union, bestätigte dies.

Vorjahressiegerin Jamala sang gerade ihren Song, als der 28-Jährige auf die Bühne sprang, vor der Ukrainerin umhertänzelte und schließlich seine Hose runterzog, um einem Millionenpublikum sein nacktes Hinterteil zu präsentieren. Sicherheitsleute zerrten ihn schließlich von der Bühne. Nun droht dem Flitzer eine Geldstrafe oder Schlimmeres. Sollten die Richter ihn als Gefährdung für die Öffentlichkeit ansehen, könnte er auch ins Gefängnis kommen.

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Weltweit bekannter Promi-Stalker

Sedjuk trieb sein Unwesen bereits mit anderen Berühmtheiten: 2013 hatte er sich bei den Grammys in Los Angeles ans Mikro gedrängt, als Adele als beste Sängerin geehrt werden sollte. Danach wurde er zu sechs Monaten auf Bewährung verurteilt. Wenig später tauchte er bei den Filmfestspielen in Cannes unter das Kleid von Schauspielerin America Ferrera. Danach feuerte ihn sein Arbeitgeber - der ukrainische Fernsehsender 1plus1. Doch Sedjuk machte munter weiter.

Er küsste unter anderem den Schauspieler Will Smith, der ihm dafür eine Backpfeife verpasste (siehe Video) und umarmte Leonardo DiCaprio auf Knien. Brad Pitt entging ihm im Mai 2014 auf dem roten Teppich ebenfalls nicht. Bereits mehrfach näherte sich Sedjuk Kim Kardashian, im September 2016 versuchte er ihren Po zu küssen. Bodyguards rissen ihn in letzter Sekunde zu Boden.

Der ukrainische Innenminister verurteilte den Vorfall und machte klar, was er von Sedjuk hält. Der "Idiot", der 200 Millionen Zuschauern seinen Hintern gezeigt habe, sei von Sicherheitspersonal in der Halle festgehalten und der Polizei übergeben worden, schreibt Arsen Awakow auf Facebook. Am Montag werde er einem Richter vorgeführt. Wegen "schwerem Rowdytums" drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft.

Das ESC-Finale wurde ungeachtet des Zwischenfalls fortgesetzt. Der Portugiese Salvador Sobral gewann mit seiner ruhigen Jazz-Ballade "Amar pelos Dois" den Wettbewerb.

Quelle: n-tv.de , dsi/dpa

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