Auto

Speedfight und Citystar Peugeots 125er Stadtflitzer

Der neue Peugeot Speedfight 125 kommt mit Voll-LED-Beleuchtung und Sparmotor daher.

Der neue Peugeot Speedfight 125 kommt mit Voll-LED-Beleuchtung und Sparmotor daher.

Peugeot hat seine Leichtkraftroller Speedfight 125 und Citystar 125 überarbeitet. Dabei haben die Franzosen die beiden Modelle nicht nur sparsamer, sondern mit einem Integralbremssystem auch deutlich sicherer gemacht.

Mit den Modellen Speedfight und Citystar kann sich der französische Peugeot-Konzern seit Jahren im heftigen Gerangel des von Piaggio dominierten Marktes der 125-Kubikzentimeter-Leichtkraftroller behaupten. Der vor 20 Jahren erstmals erschienene Speedfight tritt im Oktober 2017 in seiner vierten Generation an, mit einem überarbeiteten, den jüngsten Euro 4-Regularien entsprechenden Motor und einem neuen Integralbremssystem. Auch der deutlich potentere, aber auch teurere GT-Scooter Citystar 125 SBC erhält serienmäßig das neue Bremssystem, dessen automatische Kraftverteilung ein Blockiren des Vorderrades verhindern soll.

600.000 Speedfight hat Peugeot seit 1997 in 35 Ländern unters Roller fahrende Volk gebracht – eine Erfolgsstory für den französischen Zweiradhersteller. Zumeist zwar in Moped-Konfiguration, also mit 50 Kubik-Motor, doch seit jeher gibt es den Speedfight auch als Leichtkraftroller mit 125 Kubikzentimetern Hubraum. In seiner jüngsten Auflage rollt er mit Voll-LED-Beleuchtung daher, zudem bietet sein SmartMotion-Einzylinder-Viertaktmotor eine technische Besonderheit: ein neues Patent ermöglicht in Beschleunigungs- und Abbremsphasen das Ausschalten des Schwungradmagneten, was weniger Verbrauch zur Folge hat. Nach der neuen WMTC-Norm begnügt sich der Speedfight 125 denn auch mit lediglich 2,1 Litern Benzin pro 100 Kilometer. Mit gut 10 PS Leistung ist der 120 Kilogramm wiegende Speedfight 95 km/h schnell, was im Stadt- und Vorortverkehr absolut ausreichend ist.

Stärker und komfortabler als der Speedfight 125 ist der neue Peugeot Citystar 125.

Stärker und komfortabler als der Speedfight 125 ist der neue Peugeot Citystar 125.

Geschmeidig durch den Stadtverkehr

Die vierte Speedfight-Generation verfügt über je eine Scheibenbremse im Vorder- und Hinterrad, wobei die Integralbremsanlage SBC – soll Synchro Braking Concept bedeuten – die Bremskräfte zwischen Vorder- und Hinterrad automatisch verteilt. So soll einer eventuellen Überbremsung des Vorderrads wirksam begegnet werden; zudem genügt es, den linken Bremshebel zu ziehen, um beide Bremsen zu aktivieren. Wird auch der rechte Bremshebel betätigt, verstärkt sich die Bremswirkung. Im überaus hektischen Pariser Stadtverkehr spielt der sehr kompakte Speedfight in überlegener Weise seine hervorragende Wendigkeit aus; auch dank der sehr guten Bremsanlage lässt sich jede noch so kleine Lücke fürs geschmeidige Vorwärtskommen nutzen.

Gut ist auch die restliche Ausstattung: Das volldigitale Cockpit wirkt modern, ein USB-Anschluss ermöglicht das Laden eines Smartphones, eine zusätzliche 12 V-Steckdose im geräumigen Staufach gibt bei Bedarf ebenfalls Strom ab. Mit 2749 Euro für den in drei Farben lieferbaren Speedfight 125 ist Peugeot ein wettbewerbsfähiger Preis gelungen. Nicht ganz ins sonst wertige Bild passt, dass das Sitzbankscharnier labberig wirkt und der Sattel nicht immer beim ersten Versuch verriegelt. Dass der Speedfight frecher klingt und auch etwas härter gefedert ist als der neue Großradroller Belville, ist konzeptionsbedingt – seine sportive Grundausrichtung trägt er schließlich schon seit 20 Jahren im Namen.

Nach der neuen WMTC-Norm begnügt sich der Speedfight 125 mit 2,1 Liter auf 100 Kilometern.

Nach der neuen WMTC-Norm begnügt sich der Speedfight 125 mit 2,1 Liter auf 100 Kilometern.

Sportlich mit dem SBC

900 Euro mehr muss zahlen, wer den deutlich kräftigeren Citystar 125 SBC fahren will; dessen Vierventil-Viertaktmotor stellt allerdings auch rund 3,5 PS mehr zur Verfügung, was die Höchstgeschwindigkeit auf 108 km/h treibt. Damit wird das um 37 Kilogramm höhere Gewicht locker kompensiert. Der im ostfranzösischen Stammhaus der Löwenmarke produzierte Leichtkraftroller wirkt ohnehin sehr erwachsen und ist gut ausgestattet; so finden sich im Cockpit beispielsweise eine Restreichweitenanzeige, eine Anzeige der Umgebungstemperatur sowie der Wert für die aktuelle Batteriespannung.

Während Blinker und Rücklicht in LED-Technik ausgeführt sind, müssen die beiden Scheinwerfer ohne diese Technologie auskommen. Wer den sich gediegen fahrenden Citystar optisch etwas sportlicher wünscht, kann zum 100 Euro Mehrpreis kostenden Citystar 125 RS greifen: Diese Modellvariante weist eine dunkle Sportscheibe, rote Nähte an der Sitzbank und rote Sticker an den Aluminiumgussfelgen auf. Identisch ist der Stauraum. Hier reicht der Platz für einen Integralhelm plus einen Jethelm. Auch den in der Praxis sehr vorteilhaften flachen Durchstieg bieten beide Modellvarianten. 

Quelle: n-tv.de , hpr/sp-x

Mehr zum Thema